Raucherbilder von Anders Theorell

Raucherfotos nach Bildideen von Anders Theorell, fotografiert von Frank Johannes und Günter Kühnel.
14. Juni bis Mitte Juli 2008

Café Bar Wanderer
Beim Tiergärtnertor 2 - 6
90403 Nürnberg
www.cafe-wanderer.de

"Vierfach-Zigarettenspitze" für effizientere Rauchpausen
Anders Theorell, fotografiert von Frank Johannes

Festival POLENALLERGIE

JAZZSTUDIO Nürnberg
27. und 28. Juni


Das Festival PolenAllergie tritt an, um den boomenden, allerdings für viele Westdeutsche noch immer dunklen Jazzkontinent Polen in das richtige, ihm gebührende Licht zu stellen. PolenAllergie ist eine Kooperation des Jazzstudio Nürnberg mit dem Kulturzentrum Krakauer Haus. www.polenallergie.de

Das 2-tägige Festival PolenAllergie findet am 27. und 28. Juni mit den Konzerten der Gruppe SING SING PENELOPE und der Sängerin AGA ZARYAN in den Räumen des Jazzstudio Nürnberg 2008 das erste Mal statt.

Warum das Festival PolenAllergie im Jahre 2008?
Fernab des großen Medienrummels im Jazz hat sich gerade in den vergangen 20 Jahren nach dem Ende des Kommunismus eine neue junge Jazz-Generation formiert, die eine ähnlich eigenständige Ästhetik und Formsprache entwickelt hat wie beispielsweise ihre skandinavischen Kollegen in Norwegen und Finnland seit Mitte der 90er Jahre. Deshalb will das neue Nürnberger Festival PolenAllergie nun in den nächsten Jahren Plattform und Brückenkopf sein für eben diese innovative neue Generation polnischer Jazzmusiker, die seit etwa einer Dekade ebenso so bestimmt wie phantasievoll an die Türen europäischer Festivals und Jazzclubs klopft. PolenAllergie hat sich vorgenommen, den ebenso befremdlichen wie allergischen Widerstand gegen diese so nahe und doch noch so unbekannte Musik durch ein beherzte Jazz-„Impfung“ zu kurieren. Deshalb trägt das Debüt-Festival, das von Grażyna Wanat (Leiterin des Kulturzentrum Krakauer Haus) und Reinhold Horn (Programm-Chef des Jazzstudio Nürnberg und künstlerische Koordinator des Stimmenfang-Festivals) gemeinsam konzipiert wurde, den Untertitel „Impfung Nr. 1“ - weil gleich im nächsten Jahr in erweiterter Form „Impfung Nr. 2“ ansteht.

Polenallergie - Impfung Nr. 1
Freitag 27. Juni – 21.00 Uhr: JAZZ STUDIO
Eintritt: 15,00 / 9,00 (Schüler, Studenten, Jazzstudio Mitglieder)
Reihe: „Europa im Aufbruch – Zwischen Tradition und Moderne“
SING SING PENELOPE
Wojciech Jachna tp / Tomasz Glazik ts / Daniel Mackiewicz rhodes, p, org, perc / Patryk Weclawek b / Rafal Gorzycki dm
New Jazzrock aus Polen
Als eine der neuen, äußerst interessanten Erscheinungen auf dem Gebiet des Jazzrock wird die Gruppe „Sing Sing Penelope“ immer wieder erwähnt. Enthusiastische Kritiken brachte ihnen der Auftritt beim „Warsaw Summer Jazz Days“-Festival.
Die fünf Musiker (Saxophon, Trompete, Schlagzeug, Piano und Bassgitarre), die der sog. „Yass-Scene“ entsprungen sind, begeistern mit trance-artigen, von der elektronischen Club-Musik inspirierten Klängen.
Die Band wurde 2000 in Bydgoszcz gegründet. Ihre Musiker spielen auch in anderen wichtigen polnischen Jazz-, Avantgarde- und Postrock-Formationen. Das Projekt gehört zum Club "Mozg" (dt. Hirn), der von führenden polnischen Zeitungen als "der kreativste Platz der letzten Jahre" bezeichnet wird. Ihr erklärtes Ziel ist die Entwicklung einer neuen Jazz Linie, eines neuen Stils, den sie u. a. aus dem breiten Erfahrungsspektrum ihrer Musik entwickeln.
„We Remember Krzeselko” ist das dritte Album der Gruppe. Die ersten zwei „Sing Penelope“ und „Music for Umbrellas“ wurden von der Kritik enthusiastisch begrüßt. Der englische Radiosender Last.fm aus London erstellte eine Liste der 10 besten avantgardistischen Jazzalben des Jahres 2005 – neben Vandermark 5 und BarKokhby von Johna Zorn erschien dort das erste Album von Sing Sing Penelope.
Die Mitglieder von "Sing, Sing Penelope" nahmen an unzähligen Plattenaufnahmen, Projekten und Konzerten in Zusammenarbeit mit einigen der kreativsten Europäischen Ensembles und Musikern Teil, wie zum Beispiel: Peter Kowald, Jon Rose, P. Friis-Nielsen, O. Magieres, N. Winther, C. Irgens-Moller, John Doobie, Brandon Furman, Jorgos Skolias, Loco Richter, Pomeranian Filharmony, National Opera House, National Theatre in Cracow.
--------------------------------
--------------------------------
Polenallergie - Impfung Nr. 1
Samstag 28. Juni – 21.00 Uhr : JAZZ STUDIO
Eintritt: 15,00 / 9,00 (Schüler, Studenten, Jazzstudio Mitglieder)
Reihe: „Große Stimmen – Frische Lieder“
AGA ZARYAN
Aga Zaryan [Agnieszka Skrzypek, geb. 1979], eine der talentiertesten Jazzsängerinnen Polens ist Absolventin der Warschauer Musikakademie [u.a. Schülerin bei der legendären Ewa Bem in Jazzgesang]. Stipendiatin des Stanford Jazz Workshop und des Jazz Camp West in USA [u.a. bei Rebecca Parris und Madeline Eastman]. Teilnahme an Festivals in Polen, den USA, Israel, England und Tschechien.
Leser der Zeitschrift JAZZFORUM wählten Aga Zaryan zur besten polnischen Jazzsängerin des Jahres 2005.
Ihr Debüt-Album "My Lullaby" - mit Tomasz Szukalski, Darek "Oles" Oleszkiewicz, Michal Tokaj und Lukasz Zyta - kam im März 2002 auf den Markt und führte sie auf Tourneen in die USA und durch Europa. Im März 2006 nahm sie im Nolan-Shaheed-Studio in Los Angeles ihr zweites Album "Picking Up The Pieces" auf [mit Darek Oles Oleszkiewicz, Darryl Munyungo Jackson, Larry Koonse und Nolan Shaheed].
Aus Anlass des 63. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands erschien im August 2007 das neue Album von Aga Zaryan "Sterbende Schönheit".
Aga Zaryan in Wort und Bild auf YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=6LB6f8z_cpY
Hörbeispiele von Aga Zaryan auf myspace.com:
http://www.myspace.com/agazaryan

POLEN – so nah und kreativ
Obwohl Stargeiger Nigel Kennedy, der mit seiner polnischen Freundin in Krakau lebt, kürzlich gesagt haben soll, dass die lokale Jazzszene in Nürnbergs Partnerstadt unglaublich sei und bestenfalls übertroffen wird von New York – ist man insbesondere im Westen Deutschlands noch nicht wirklich überzeugt vom Jazzland Polen.
Denkt man an junge Jazzmusik in unserem geographisch so nahen, gefühlt für viele allerdings noch so fernen Nachbarland Polen, assoziiert der durchschnittlich gebildete Jazzhörer im 21. Jahrhundert – wenn überhaupt „anybody“ - vielleicht die Sängerin Anna Maria Jopek, das Marcin Wasilewski Trio (auch durch seine Zusammenarbeit mit dem ewig jungen, legendären Landsmann an der Trompete - Tomasz Stańko - auf dem renommierten ECM-Label) den Pianisten Leszek Mozder oder den in Krakau lebenden Saxophonisten Adam Pieronczyk.

Während rund 50 Prozent der Ostdeutschen Polen schon mehrfach besucht haben, sind es nur rund 13 Prozent im Westen. Polen - obgleich nur 70 Kilometer von Berlin entfernt - ist für viele Deutsche noch ein unbekanntes Reiseziel. Insbesondere auch das derzeit mächtig kreative Jazzland Polen, das heute rein gar nichts mehr mit der ästhetischen Tristesse des sozialistischen Realismus und seinen dunklen, so kühlen industriellen wie unattraktiven Fabrik-, Erd- und Nachtfarben zu tun hat. Den innovativen Jazz des 21. Jahrhunderts, den man heute oft vergeblich auf den ausgetretenen Pfaden und Sehnsuchts-Orten der Alt-68er im Süden (Europas) sucht, findet man überreich – um nicht zu sagen in Abundanz – im Osten Europas , insbesondere im Polen.

Warum nicht primär die Alten Meister des Polnischen Jazz auf dem Festival PolenAllergie? Fern gerückt sind uns Heutigen gar die legendären Künstler des traditionsreichen Jazzlandes Polen. So z.B. der große Krakauer Jazzpianist und Klanglyriker Krzysztof Komeda (1931 – 1969), der insbesondere als Filmmusiker berühmt wurde. Seine bekanntesten Filmmusiken sind etwa Nóż w wodzie (dt. Das Messer im Wasser), Tanz der Vampire und Rosemary's Baby, alle drei vom Regisseur Roman Polański. Ebenso fern geworden ist der 1979, 32-jährig verstorbenen Geigenvirtuose Zbigniew Seifert, genauso wie sein in den 70er berühmt gewordene, Kollegen Michael Urbaniak oder seine Frau, die Sängerin Ursula Dudziak. Zum Glück hat der 66-jährigen Startrompeter Tomasz Stańko - mit hervorragender Aufnahmen in den letzten Jahren auf dem Münchner Label ECM und ob seiner Zusammenarbeit mit jungen Musikern wie dem oben genannten Marcin Wasilewski Trio – längst Anschluss an die neue kreative Jazz-Welle in Polen gefunden.

Kontakt für weitere Informationen, Gästelistenplätze etc.
Jazzstudio Nürnberg
Reinhold Horn (M.A.)
(Jazzstudio Nürnberg – Programmleitung, www.jazzstudio.de)
Vestnertormauer 24, 90403 Nürnberg
Tel.: 0911/ 36 42 97 (Büro)
Mobil: 0160/ 260 64 02

Armin Roucka: Nürnberg-Ansichten

Schwarz-Weiß-Fotografien
im Derag Hotel Maximilian, Obere Kanalstraße 11, Nürnberg
11. Juli bis 26. Oktober 2008

Vernissage:
Do., 10. Juli 2008, 19 Uhr

Jenseits gängiger Postkartenmotive sucht Armin Roucka nach unerhörten Bildern und individuellen Sichtweisen. Die Fotografien sind der Versuch einer visuellen Hinterfragung vordergründiger urbaner Erscheinungen. Dies geschieht mit Hilfe von Doppelbelichtungen, Sandwichmontagen, Tricklinsen und manuellen Eingriffen. Die in dieser Ausstellung gezeigten Aufnahmen verstehen sich als ganz subjektiver Beitrag zur Darstellung Nürnbergs als einer weltoffenen und souveränen Großstadt jenseits des Nürnberg-Klischees.

„Aufsicht“ (Plärrer), 30 x 40 cm

Armin Roucka arbeitet mit der Fotoklasse Dollhopf daran, Nürnberg fotografisch "einzukreisen". Die Bilder des Gemeinschaftsprojekts "Blickkontakt. 26 Augen auf Nürnberg" sind in einem Fotoband veröffentlicht. Ein Teil der Aufnahmen war im Herbst 2006 im Rahmen eines Kulturaustauschs mit Nürnbergs ukrainischer Partnerstadt in der Galerie Avek (Charkow) zu sehen.