STIMMENFANG-Festival 2009 - „Footprints“

30.9. – 11.10.2009

Die dritte Ausgabe des zweijährigen Vocal Jazz-Festivals STIMMENFANG (www.stimmenfang.de), das vom 30.9. bis 11.10.2009 stattfindet, kreist um das Thema „Footprints“. Footprints - so heißt der berühmte Jazz-Klassiker von 1966 aus der Feder von Wayne Shorter. Das Thema scheint förmlich zu vibrieren vor Energie. Ein schneller, elektrisierender Zuruf im Vorübergehen – ein Signalruf: Und eine andalusisch eingefärbte und zugleich sehr großstädtische Hymne auf die Beweglichkeit. Dieser in „Footprints“ später von Trompeter Miles Davis in den 1960ern so unvergleichlich skizzierte Bewegungsdrang hält weiter an.

Weltweit wechseln Musiker Orte, tauschen Ideen, hinterlassen musikalische Fußspuren, Footprints. Grenzen schwinden, Stilrichtungen rücken zusammen, Wurzeln werden wichtiger, je mehr die geforderte Beweglichkeit wächst. Footprints im Jazz sind wie Fingerabdrücke: persönlich und unverwechselbar. Das mag ein individueller Sound sein – allmählich entstanden an vielen verschiedenen Orten und aus vielerlei verschiedenen Musikkulturen. Eine Vorliebe für den Blues, für Balkanklänge, für das Mittelmeer. Oder für den Puls der Großstadt, wie ihn Miles Davis so überlegen erfasst hat – nämlich ohne von ihm dabei erfasst zu werden.

Aus Nürnberg wird unter dem Motto Footprints die in Sao Paulo geborene Jazzsängerin, Nürnberger Kulturpreisträgerin und Regionalsiegerin des Weltmusikpreises Creole/Bayern Yara Linss dabei sein. Die junge Stimmkünstlerin wird mit dem preisgekrönten Nürnberger Arrangeur, Pianisten und Komponisten Peter Fulda ihr brandneues Projekt vorstellen. Aus der Schweiz kommt die Grande Dame des europäischen Pianojazz Irène Schweizer, die als Nürnberg-Premiere ihr Projekt „Les Diaboliques“ (Die Teuflischen) präsentiert. Les Diaboliques, das sind die englische Sängerin und Weltenbummlerin Maggie Nichols und die französische Bassistin Joëlle Léandre. Zusammen stehen Les Diaboliques für eine erfrischende Mischung aus theatralischem Jazz und subversivem Kabarett. Ebenfalls ihr Nürnberg-Debut gibt die poetisch-nachtschwärmerische London-Berlin-Connection „Nachtlüx“ um die Sängerin Lea W. Frey und den Soundbastler Venezian. Aus dem Nachbarland Österreich kommt die Posaunistin Petra Krumphuber zum ersten Mal nach Nürnberg und präsentiert ihre Gruppe Croomp mit der Saxofonistin Silke Eberhard, die zuletzt in Nürnberg an der Seite der Pianistin Aki Takase gefeiert wurde. Diese und einige Starkonzerte mehr erwarten Sie auf dem nächsten Stimmenfangfestival.

In der Dreieinigkeitskirche gehen Jazz und Kirchenorgel neuartige, spannende Verbindungen ein: Die international renommierte Thereministin Barbara Buchholz wird mit der Gesangsdozentin Elisabeth Tuchmann und dem Kantor Christian Gabriel die Kirche mit Orgel, Gesang und Ätherwellengeige sphärisch zum Klingen bringen. Und ein weiteres besonderes Hörerlebnis garantiert das Projekt mit dem Pianisten, Arrangeur und Komponisten Peter Fulda, dem US-Jazz-Schlagzeuger und Musikprofessor Bill Elgart und Christian Gabriel an der Kirchenorgel.

Das STIMMENFANG-Festival 2009 findet erneut an den Spielorten Tafelhalle, Jazzstudio, Karstadt, Loft, Dreieinigkeitskirche und Derag Hotel Maximilian statt, neue Spielstätten wie der Hubertussaal kommen dieses Jahr hinzu. Das Jazzfestival Stimmenfang ist Ausdruck der anhaltenden und fruchtbaren Kooperation des Gostenhofer Jazztage e.V. mit dem Jazzstudio, dem Nürnberger Jazzmusiker e.V., der Hochschule für Musik Nürnberg, Kunst-Kultur-Karstadt, der Tafelhalle und dem Internationalen Jazzpreis der Nürnberger Nachrichten.

PLANERFÜLLUNG

Klasse Flinzer in der Zentrifuge

Ausstellung vom 20. März bis 23. April 2009 | Ein Projekt der Klasse Flinzer, AdBK Nürnberg

Vernissage: Freitag, 20. März 2009, 19 Uhr

Zur Eröffnung sprechen:
Michael Schels, erster Vorstand Zentrifuge e.V.
Prof. Jochen Flinzer, Akademie der Bildenden Künste Nürnberg

Die Größe der Zentrifuge und ihre Weite, ihre Eigenheiten (Fenster, Rohre, Lampen etc.) und auch der Industriecharakter leiten die Pläne dieses Projekts. Mit Verpackungsmaterial wie Pappe, Kartons, Plastiktüten, Styropor und Rohren, ferner Lampen und Strahlern wird vor allem ursprünglich „unkünstlerisches“ Material benutzt. Im aktuellen Kunstgeschehen ist es inzwischen durchaus vertraut. Vor allem ist es aber Material, das direkt zu der Halle als Teil einer früheren Produktions- und Lagerstätte in Beziehung steht. Material, das verwendet wird wie es ist und in den Projekten eine ästhetische Umdeutung erfährt. So ergeben sich auch Bezüge zur Kunst der 60er Jahre, insbesondere zur Arte Povera (ital. Arme Kunst), die Gegenstände und Material des Alltags aufnahm.


Öffnungszeiten: Di., 13-19 Uhr, Mi., 14-21 Uhr, Do., 13-19 Uhr, Sa., 14-20 Uhr, So., 15-20 Uhr

Mit freundlicher Unterstützung durch:
Auf AEG, infowerk AG, eggsandbulbs - Gesellschaft für Eventtechnologien mbH

Dank an: Stadt Nürnberg, Kulturreferat | Marketingverein der Metropolregion Nürnberg

Zentrifuge, Halle 14 Auf AEG
Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg
www.zentrifuge-nuernberg.de

Ausschreibung KunstRaum Weißenohe

Thema: AUSWANDERN / MOVEMENT

Kloster Weißenohe (Alte Mälzerei), Gemeinde Weißenohe/Ofr.

Hintergrund
Nach den Themenausstellungen "Heilig. Heilig? Formen des Kultes" im Jahr 2004, folgten 2005 "Grenzenlos – Wandel der Heimat", 2006 "Mächtige Verlierer – Machtlose Gewinner" und im Jahr 2007 "Human Plaster – Menschen, Masse und gesellschaftliche Form". Im Jahr 2008 fand vom 5. bis zum 28. September die fünfte Folge der Reihe „KunstRaum Weißenohe“ statt. Die Ausstellung widmete sich unter dem Titel "In aller Heimlichkeit" auch wieder einem soziokulturellen Thema.

Auswandern/ Movement ist für das Jahr 2009 vorgesehen und versucht die Sicht des Menschen einzunehmen, der da nicht mehr ist, woher er kommt, und noch nicht dort, wohin er will. Die Vergangenheit ist unaushaltbar, die Zukunft unvorstellbar. Allein die Hoffnung spendet Licht. Was trieb ihn fort, machte ihm Angst? Was ließ er zurück? Was erwartet ihn?

Begriffe wie IDENTITÄT, ASYL und MENSCHENRECHT sowie ASSIMILATION erlangen in diesem Zusammenhang zentrale Bedeutung, es wird aber auch die Rede sein vom Wiederaufleben Hohn spottender Euphemismen und vom so genannten Schicksal und dessen Ursachen als Folge politischen Handelns.

Angestrebte Ziele und Aktionen
Die Gemeinde Weißenohe in Oberfranken ist zu einem Treffpunkt vieler Kunstinteressierter aus dem nahe gelegenen Großraum Nürnberg sowie auch aus der näheren Umgebung geworden und zieht seit Jahren namhafte Künstler und zahlreiche Ausstellungsbesucher an. Bis auf wenige Ausnahmen beschränkten sich die Aktionen von KunstRaum Weißenohe auf das Gelände der ehemaligen Klosteranlage, insbesondere auf die alte Mälzerei der Klosterbrauerei.

Im Jahr 2009 dehnen wir die Ausstellung auf die Umgebung von Weißenohe aus und installieren Kunst im Freien – im Ort, auf Wiesen, in alten Obstgärten und im Wald entlang eines ca. 2,5 km langen Rundweges. Der Begriff des „Auswanderns“ erhält damit eine weitere Bedeutungsebene.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit von Künstlern aus mehreren europäischen Ländern. Sowohl das Team der Kuratoren als auch die teilnehmenden Künstler sind international.

Gewünscht sind Beiträge aus allen Bereichen der Bildenden Kunst, insbesondere der Bildhauerei und der Objektkunst, sowie die Partizipation europäischer Flüchtlings- und Migrantenorganisationen.

Weitere Ausstellungs- Informations- und Aktionsräume befinden sich in der alten Mälzerei der Klosterbrauerei Weißenohe.

Organisation
Ein Team von Kuratoren aus Ländern der Europäischen Union erarbeitet sich das Thema und wählt geeignete Arbeiten aus ihren Ländern aus.

Weitere Informationen /Anmeldeunterlagen:
www.klosterbrauerei-weissenohe.de/kunstraum/2009/2009-vorschau.htm

Kontakt:
KunstRaum Weißenohe, Lutz Krutein, Theaterstraße 20, 90762 Fürth
Tel: ++49 / 911 / 741 79 80 (AB), Mail: krutein@aol.com

Alexander Seiler bei schultz contemporary, Berlin und Archiv Massiv, Leipzig

Der Nürnberger Künstler Alexander Seiler (www.archiskulpturen.de) wird demnächst mit zwei Ausstellungen in Berlin und Leipzig zu sehen sein:

"Panthersprung"

28.02.-18.04.09
Vernissage: 28.2., 19 Uhr
schultz contemporary
Galerie Michael Schultz, Berlin
Mommsenstr. 34
10629 Berlin
www.galerie-schultz.de


Anschließend:
Archiv Massiv, SPINNEREI Leipzig
30.04. - 16.06.2009
Vernissage: 30.04., 19 Uhr
www.spinnerei.de

Oligarchenbarke

Triumphtor auf Selbstfahrlafette

Deutsches Viertel

Atelier: Auf AEG, Nürnberg

Foto: Frank Johannes, (c) Auf AEG

Finissage "ERFAHRUNGsPRODUKTion"

Zeitgenössische Kunst im Zwischenraum industrieller Produktion

Zentrifuge, Halle 14 ehemalige AEG-Hallen (die Halle ist beheizt!)
Muggenhofer Straße 135, 90429 Nürnberg
www.zentrifuge-nuernberg.de

Ausstellung vom 16. Januar bis 28. Februar 2009 | Ein Projekt von zwischenbericht, Kerstin Polzin und Anja Schoeller

Finissage: 28.02.2009

17:00 Uhr
zwischenbericht, Kerstin Polzin und Anja Schoeller, führen abschließend zur Finissage der Ausstellung ERFAHRUNGsPRODUKTion die Besucher über das Gelände und durch die Hallen der ehemaligen AEG.

18:00 Uhr
Johannes Billich, Klavier
Wolfgang Weber liest Texte aus "Alltagswelten"

Eintritt: 6,- EUR
Gäste können an diesem Abend den Katalog zur Ausstellung zu 5,- statt 10,- EUR erwerben.

Öffnungszeiten: Mi. 17-21:00 Uhr | Sa. 11-17:00 Uhr | So. 15-18:00 Uhr

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (10,- EUR Schutzgebühr).

Assoziative Raumzitate von:
William Anastasi / Richard Artschwager / Joseph Beuys / Drophead / Marcel Duchamp / Maria Eichhorn / Olafur Eliasson / Lucio Fontana / Caspar David Friedrich / Katharina Grosse / Eva Hesse / Edward Hopper / Roni Horn / Candida Höfer / Ilja Kabakow / Anselm Kiefer / Yayoi Kusama / Donald Judd / Sol LeWitt / Kasimir Malewitsch / Gordon Matta Clark / Gerhard Merz / László Moholy Nagy / Francois Morellet / Otto Muehl / Bruce Nauman / Gabriel Orozco / Otto Piene / Charlotte Posenenske / Gerhard Richter / Dieter Roth / Robert Ryman / Emil Schumacher / Michael Schuster / Frank Stella / Cy Twombly / Günther Uecker / Lee Ufan / Franz West / Georg Winter

Ausschreibung: jetztkunst in der Zentrifuge

Die Zentrifuge präsentiert vom 22. Mai bis 31. Juli im 2-wöchentlichen Turnus ausgewählte jetztkunst-Künstler. Bei jeder diesen Ausstellung sollen ca. fünf jetztkunst-Künstler präsentiert werden, insgesamt als ca. 25 Künstler. Vom 31. Juli bis 16. August wird es eine abschließende Gemeinschaftausstellung geben.

Anmeldeschluss für Interessierte: 15. April 2009

Die Auswahl und Zusammenstellung der Künstler erfolgt unter Leitung eines Kurators. Keine der gezeigten Arbeiten darf älter als ein Jahr sein! Der Verein Zentrifuge e.V. stellt die Halle zur Verfügung, produziert die Einladungskarten und einen Katalog, kann aber keine Material-, Transport, Honorar- und Versicherungskosten übernehmen. Bei Verkäufen, die im Rahmen dieser Ausstellung erfolgen bzw. die durch diese Ausstellung bis Ende 2009 initiiert werden ist eine Provision in Höhe von 20 % vom VK an Zentrifuge e.V. zu zahlen.

jetztkunst-Künstler und solche, die es werden möchten, sind aufgefordert, sich bis zum 15. April für eine Teilnahme an diesem Projekt zu bewerben. Bei der Bewerbung bitte angeben, zu welchen der u.g. Termine eine Ausstellungsbeteiligung möglich ist und zugleich eine Liste mit den Arbeiten, die gezeigt werden sollen einreichen. Die Arbeiten, die gezeigt werden sollen, müssen im jetztkunst-Profil des Künstlers bis spätestens 15. April im Bereich "Arbeiten" einsehbar sein.

Wer noch kein jetztkunst-Künstler ist, kann sich bei jetztkunst.de registrieren und auf der Website sein Profil eintragen - wer sich bis 15. April einträgt, wird noch rechtzeitig juriert und hat hat im Falle einer Aufnahme in jetztkunst die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen.

Die einzelnen Ausstellungs-/Vernissagetermine:

Ausstellung 1: 22.-31. Mai
Vernissage 22.5., 19 Uhr (Aufbau 19.-21. Mai, Abbau 1./2. Juni.)

Ausstellung 2: 5.-14. Juni
Vernissage 5. Juni., 19 Uhr (Aufbau 3./4. Juni., Abbau 15./16. Juni)

Ausstellung 3: 19.-28. Juni
Vernissage 19. Juni, 19 Uhr (Aufbau 17./18. Juni., Abbau 29./30. Juni)

Ausstellung 4: 3.-12. Juli
Vernissage 3. Juli, 19 Uhr (Aufbau 1./2. Juli, Abbau 13./14. Juli)

Ausstellung 5: 17.-26. Juli
Vernissage 17. Juli, 19 Uhr (Aufbau 15./16. Juli, Abbau 27./28. Juli)

Abschluss-Ausstellung: 31. Juli - 16. August
Gemeinschaftsausstellung mit ausgewählten Arbeiten aller an diesem Projekt beteiligten jetztkunst-Künstler
Vernissage: 31. Juli, 19 Uhr (Aufbau 29./30. Juli, Abbau 17./18. August)