Nürnberg Stipendium für die Zentrifuge

Der Verein „Zentrifuge – Kommunikation, Kunst und Kultur“ erhält dieses Jahr eines von vier Nürnberg Stipendien. Weitere Preisträger sind: Gerhard Falkner (Preis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Nürnberg), Ursula Kreutz und Dan Reeder (Förderungspreis für Kunst und Wissenschaft), Lena Dobler, Sebastian Kuhn und die Musikgruppe „Carlos Reisch“ (Nürnberg Stipendium). Die Preisträger werden für herausragende Akzente gewürdigt, die sie im Nürnberger Kulturleben setzen. Die Preise werden am 15. November 2010 im Rahmen eines Festaktes in der Tafelhalle übergeben.

Der Verein „Zentrifuge- Kommunikation, Kunst und Kultur“ wurde 2008 aus der Möglichkeit heraus gegründet, in einer 600 qm großen Halle auf dem ehemaligen AEG Gelände ein Kulturprojekt zu realisieren. Initiator der Zentrifuge ist der Diplomjournalist Michael Schels, der seit mehreren Jahren Kulturprojekte in der Region organisatorisch unterstützt und kommunikativ begleitet. Schels hat sich als PR-Dienstleister auf den Bereich Kultur spezialisiert und betreibt unter anderem auch das Online-Künstlerverzeichnis jetztkunst.de, aus dem heraus er bislang über 20 Ausstellungen mit Bildenden Künstlern in Nürnberg, Erlangen, Frankfurt und Hamburg realisiert hat. Zusammen mit dem Autor Reinhard Knodt veranstaltete er die Nürnberger Autorengespräche und war Mitorganisator des Kultursalons im Nürnberger Hauptbahnhof – ein Zwischennutzprojekt, das in fünf Monaten über 100 Kulturveranstaltungen in den Nürnberger Bahnhof brachte. Als Schels sich Anfang 2008 beim Betreiber des AEG-Areals als Dienstleister anbot, erkannte Projektleiter Bertram Schultze sofort das organisatorische Talent und das kommunikative Potenzial des Netzwerkers Schels. Er bot ihm an, die Halle 14 mit Kunst und Kultur zu bespielen. „Das Angebot von Herrn Schultze war extrem verlockend - ich konnte nicht anders und musste diese Chance wahrnehmen. Für mich alleine wäre das Projekt allerdings viel zu groß gewesen, also aktivierte ich kulturbegeisterte Menschen und wir gründeten den gemeinnützigen Verein Zentrifuge – Kommunikation, Kunst und Kultur e.V.“, erinnert sich Schels.

Warum Zentrifuge? „Der Name war schnell gefunden“, erklärt Schels. „Auf AEG wurden früher Waschmaschinen gefertigt, die ja bekanntlich mit Zentrifugalkraft arbeiten. Der Name ist einprägsam, hat einen Bezug zum Ort und versinnbildlicht auch die Absicht des Vereins, nämlich wie eine Zentrifuge Energie zu entfalten, die stark nach außen wirkt.“ Schels, der auch Mitglied des Forums Kultur der Metropolregion Nürnberg ist, achtete bei der Formulierung der Vereinssatzung darauf, die Metropolregion von vornherein in das Vereinsziel einzubinden. Dementsprechend lautet die zentrale Passage der Satzung: „Zweck des Vereins ist die Förderung von Kommunikation, Kunst, Kultur, Bildung und sozialen Aktivitäten in der Metropolregion und darüber hinaus. Die Metropolregion Nürnberg wird mit thematisiert und bildet den geografischen Rahmen, aus dem heraus Künstler, Kulturschaffende, Kreative und Interessierte in dieses Projekt eingebunden werden. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die vom Verein getragenen Aktivitäten in der Halle 14 auf dem ehemaligen AEG Gelände in Nürnberg, ist aber nicht ausschließlich auf diesen Ort beschränkt. Diese Aktivitäten umfassen unter anderem Projekte aus den Bereichen Kommunikation, Kunst und Kultur, wobei auch regionale, nationale und internationale Vernetzung angestrebt wird.“

Die Zentrifuge Community
Im Januar 2009 startete der Verein mit der ersten Ausstellung, seitdem fanden bislang 12 weitere Ausstellungen Auf AEG statt, bei denen insgesamt über 100 Künstler präsentiert wurden. Ergänzend findet in der Zentrifuge auch ein spartenübergreifendes Kulturprogramm statt, bei dem vor allem experimentelle Projekte eine Plattform finden. Die Künstler bringen sich kostenlos ein – sie unterstützen die Zentrifuge als einen virtuellen und realen Ort der Begegnung, an dem sich Kulturschaffende und Kulturinteressierte miteinander vernetzen und austauschen. Über die Internetseite www.zentrifuge-nuernberg.de hat sich mittlerweile eine Community mit über 300 registrierten Mitgliedern gebildet, die das Projekt Zentrifuge begleiten, ohne dabei Mitglieder des Vereins sein zu müssen. Die meisten Zentrifugisten haben kreative Berufe - neben vielen Bildenden Künstlern sind auch Tänzer, Musiker, Designer, Architekten oder Literaten dabei. Aber auch andere Berufsgruppen zählen dazu: Marketingfachleute fühlen sich von der Zentrifuge ebenso angesprochen wie Geschäftsführer. Lehrer oder Politiker. Letztlich ist ja jeder in seinem Bereich kreativ und kann von anderen lernen, wenn er nur aufgeschlossen ist. Die Zentrifuge ist ein ideales Projekt für Menschen, die offen aufeinander zugehen und sich auf Neues einlassen. Auch Immigranten fühlen sich in der Zentrifuge wohl – der Community haben sich unter anderem schon Afrikaner, Amerikaner, Indonesier, Italiener, Mongolen, Russen, Schweden, Spanier und Türken angeschlossen.

(Kultur-)Wirtschaftliche Perspektiven
Die Zentrifuge wird vom Kulturreferat der Stadt Nürnberg und vom Bezirk Mittelfranken gefördert, zudem gibt es mehrere Sponsoren, die vorwiegend mit Sachleistungen die Arbeit des Vereins unterstützen. „Die öffentlichen Förderungen sind durchaus hilfreich, doch können wir damit weder Miete noch Personal bezahlen – es reicht gerade für Versicherungen, Kommunikations- und Materialkosten“, fasst der Bamberger Marketing- und IT-Berater Stefan Streiß zusammen, der im Verein die Funktion des Finanzvorstands innehat. Ein Glücksfall für die Zentrifuge ist es, dass Margt Brendl in den Verein eingetreten ist, die mit ihrer Agentur Kulturliebe auf Kultursponsoring spezialisiert ist. Sie hat für die Zentrifuge ein Sponsorenkonzept entwickelt, das dem Verein neue Chancen bei der Sponsorensuche eröffnet.

Öffentliche Förderung und Sponsoring allein werden jedoch nicht ausreichen, um der Zentrifuge eine nachhaltige Perspektive zu geben. Hier sind weitere Ansätze gefragt, wobei die Zentrifuge sehr innovativ vorgeht: Seit einem Jahr setzt sich der Verein über die Ausstellungen hinaus intensiv mit der Kultur- und Kreativwirtschaft auseinander. In mehreren Workshops wurden Ideen ausgetauscht, Konzepte entwickelt und Kontakte geknüpft. Mittlerweile ist die Zentrifuge ein zentraler Akteur in einem überregionalen, zunehmend auch internationalen Netzwerk, das die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft vorantreibt. Aus der Zentrifuge heraus wurde das Netzwerk „Creative Hotspots Nürnberg“ gegründet, Impulsgeber war Vereinsmitglied Markus Teschner, Mitinitiator und -organisator des Webmontags – einer Veranstaltung, bei der sich Aktive aus der IT- und Internetszene austauschen. Dieses Format wurde in der Zentrifuge für die Kultur- und Kreativwirtschaft angepasst – der Creative Monday war geboren. Alle drei Monate treffen sich nun Akteure aus den verschiedenen Teilbranchen in der Zentrifuge, präsentieren spannende Projekte und erfahren dabei, woran Kollegen aus anderen Bereichen arbeiten. Architekten begegnen Werbeprofis, Tänzer lernen Musiker kennen, Designer lassen sich von Bildenden Künstlern inspirieren, Game Designer tauschen sich mit Schriftstellern aus … die Kombinations- und Synergiepotenziale sind nahezu unbegrenzt. Da die Zentrifuge ihre zentrale Rolle als Treffpunkt und Schnittstelle für Kreative ausbauen und festigen will, hat sie ihre Aktivitäten auch publizistisch erweitert. Mit dem Magazin „ON – Kultur und Kreativ Index“ präsentiert sie Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft in einem Weblog (www.on-index.de). Ziel ist dabei, die besten Beiträge einmal pro Jahr in gedruckter Form erscheinen zu lassen. Die erste Ausgabe ist für Ende 2011 anvisiert. Ein weiterer Baustein ist das Vorhaben, die Zentrifuge mit einem Coworking Space Auf AEG zu verknüpfen. „Unsere Vision ist, die Zentrifuge zu einem auch wirtschaftlich funktionierenden Inkubationsort für kreative Kräfte Auf AEG zu entfalten. Künstler, Kreative, Kulturschaffende, Designer und IT-Spezialisten kommen hier zusammen, lernen voneinander und entwickeln gemeinsam Ideen und Projekte - und dies in einer kreativen Umgebung mit Ausstellungen und spartenübergreifender Kultur. Wir arbeiten an der Verwirklichung dieser Vision, indem wir Vernetzung und Professionalisierung vorantreiben und Transparenz herstellen“, betont Zentrifuge-Vorstand Schels.

WEISSES GOLD:

Über das Verschwinden einer Porzellanfabrik & andere Meraviglien
Ein Projekt von Susanne Neumann
3. September - 10. Oktober 2010

Öffnungszeiten: Mi.-Fr. 16-20 Uhr, Sa./So. 14-18 Uhr
Zentrifuge (Halle14 Auf AEG)
Muggenhofer Str. 141 | Nürnberg
Fon +49 (0)911 / 1325133
www.zentrifuge-nuernberg.de

Eröffnung: Freitag 3. September 2010 um 19:00 Uhr
Begrüßung: Michael Schels, Erster Vorstand Zentrifuge e.V.
Einführung: Dr. phil. Gabriela Blumer Kamp, Zürich
Zur Ausstellung / Finissage erscheint ein Katalog.

In der »Zentrifuge«, einer ehemaligen Fertigungshalle Auf AEG, realisiert die Künstlerin Susanne Neumann eine Installation. Die leerstehende Halle bildet den Rahmen für Objekte, die - ihrem originären Umfeld entnommen - wieder in einen industriellen Kontext zurückkehren. Die Halle 14 wird so zur temporären Heimstatt von Gegenständen, die einst der Herstellung des »weißen Goldes« dienten. Mit einer großen, multimedialen Installation thematisiert Neumann das Verschwinden einer Porzellanfabrik aus einer nordbayerischen Grenzstadt.

Hintergrund:
2006 - 2008 wurden in Waldsassen alle Gebäude der Porzellanfabrik Bareuther / Gareis abgerissen. Eine der ältesten Porzellanfabriken Bayerns verschwand aus dem Stadtbild.
Gegründet 1866 prägte die Fabrik mit ihren Produktionshallen, Bürogebäuden und Tunnelofenanlagen die StadtWaldsassen nicht weniger als die berühmten barocken Bauten. 130 Jahre lang arbeiteten und lebten die Menschen vom Porzellan, dem »weißen Gold«. Während der Abrissarbeiten konnte Susanne Neumann noch diverse Objekte aus den Gebäuden bergen. Neben Dokumenten wie alten Plänen, Werbebroschüren, Notizheftchen der Arbeiter, Produktionslisten, elektronischen Geräten und Möbeln, hat sie Formen und Gussmodelle vor der Zerstörung bewahrt. Neben zwölf Stunden Filmmaterial dokumentieren ca. zweitausend Fotos den Zustand der Fabrikhallen kurz vor ihrem Verschwinden.

Offen Auf AEG und Laufender Kunstbetrieb

Ein Gelände, zwei Tage, 78 Künstler

18. + 19. September 2010

Till Augustin, Daniel Bischoff, Anna Bittersohl, Karin Blum, Oskar Bonstroke, Anja Boretzki, Christina Chirulescu, André Debus, Yvonne Degrell, Thomas Egerer, Werner Engels, Albert Fertl, Julia Frischmann, Francesca Gammicchia, Axel Gercke, Christoph Gerling, Stephan Haimerl, Anna Handick, Ludwig Hanisch, Annegret Hornik, Ulla Jakob, Gerhard Kij, Bernd Kleine-Gunk, Mathias Kreibich, Karina Küffner, Sebastian Kuhn, Oliver Kuntze, Aldona Kut, Clemens Lang, ChangMin Lee, EunHui Lee, Meike Lohmann, Olaf Lutz, Linda Männel, Peter Maisel, Martin Majer, Eva Mandok, Helen McLaren, Lisa Metz, Birgit Nadrau, Christine Nikol-Ortlieb, Andreas Oehlert, Maximilian Ostermann, Emma Parc, Gabriele Reiser, Thomas Riese, Axel Ring, Christian Rösner, Christian Ruckdeschel, Daniel Sabranski, Dashdemed Sampil, Bianca Schelling, Romina Paula Schenone, Veronika Scherstneva, Andrea Schmidt, Thorsten Schröger, Maria Schuhmann, Shóhé Alexander Seiler, Andrea Sohler, Manfred Sonntag, Stella Springhart, Gerhard Steinle, Tobias Stutz, Elizabeth Thallauer, Karin Thrän, Marie Jeanne Turnea-Luncz, Renate Vögele, Axel von Elm, Die Weltanschauungsbeauftragten Martin Fürbringer und Philipp Moll, Jason Wallengren, Michael Wanner, Eva-Maria Wawatschek, Sven Weihreter, Jürgen Weiß, Gertrud Wenning, Helge Wütscher, Fred Ziegler

Am 18. September 2010 bietet sich bei Offen Auf AEG die Gelegenheit die neue Entwicklung des alten AEG Geländes intensiv zu erleben. Von insgesamt 120.000 qm Nutzfläche wurden in den vergangenen drei Jahren rund 50% mit den unterschiedlichsten Nutzungen wiederbelebt. Neben den Büro-, Handels-, Produktions-, Ausstellungs- und Gastronomieflächen präsentieren allein 78 Künstler in einer gemeinsamen WERKSCHAU das aktuelle Schaffen Auf AEG und öffnen zudem zwei Tage lang ihre Ateliers. Wie bei der Konversion der Spinnerei in Leipzig deutet sich auch Auf AEG an, dass das ehemalige Industrierevier sich zu einem neuen Quartier mit eigener Identität und Strahlkraft entwickelt. Wir laden Sie herzlich ein, diese Entwicklung kennen zu lernen. Die Feierlichkeiten werden am 18. September um 11.00 Uhr von Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly eröffnet.

Alle Veranstaltungen, Ausstellungen, Künstler und Pläne unter www.aufaeg.de
Auf AEG, Fürther Strasse 244 bis 254, Muggenhofer Strasse 132, 135 in 90429 Nürnberg

ON – Kultur und Kreativ Index

Eine Publikation für die Kultur- und Kreativwirtschaft
der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Nürnberg, 10. Juli 2010 - Der Verein „Zentrifuge – Kommunikation, Kunst und Kultur e.V.“, der Auf AEG, Nürnberg, eine Ausstellungs- und Veranstaltungshalle betreibt, wird nun auch publizistisch aktiv. Nach mehrmonatigen Workshops und Vorarbeiten im Rahmen der Arbeitsgruppe „Kultur und Kreativwirtschaft“ hat sich ein Team gebildet, das während des Creative Coworking Festivals 2010 die Basis für eine Publikation für die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Europäischen Metropolregion Nürnberg gelegt hat.

ON – Kultur und Kreativ Index“ ist eine magazinartige Publikation für die Kultur- und Kreativwirtschaft der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Sie soll ein möglichst repräsentatives Bild von den Kreativen und Kulturschaffenden der Europäischen Metropolregion Nürnberg zeichnen, wobei sie zunächst die Kreativen und Kulturschaffenden der Stadt Nürnberg in den Blick nimmt.

Mittelfristig will die Publikation Akteure aus der Kultur- und Kreativwirtschaft der gesamten Metropolregion präsentieren und damit eine verbesserte Transparenz und verstärkte Publizität der Branche innerhalb und außerhalb der Region bewirken. Die 11 Teilbranchen der Kreativwirtschaft gelten dabei als kategoriales Grundgerüst, nach dem die Inhalte strukturiert werden. Mit dem Ziel, ON als Printpublikation zu veröffentlichen, wird zunächst unter www.on-index.de ein Weblog aufgesetzt.

Die Redaktion motiviert zum einen Akteure der Kultur- und Kreativwrtschaft (Künstler, Freiberufler, Initiativen, Institutionen), eigene Beiträge (Text, Bild, Video, Games etc.) in den Blog einzustellen. Die Beiträge werden vor Freischaltung redaktionell geprüft und ggf. redigiert. Zudem verfasst die Redaktion auch eigene Beiträge. Dabei sollen unterschiedliche journalistische Darstellungsformen zum Einsatz kommen – vom Interview über Portraits bis hin zu Reportagen. Auch Termine und Kurznachrichten finden in ON ihren Platz. Zudem können Themen und Projekte von außerhalb der Metropolregion (national, international) dargestellt werden, sofern sie Bezug zur Metropolregion haben und der Vernetzung der Branchen dienen.

Die ersten Inhalte für den Weblog werden aus den Ergebnissen des Creative Coworking Festivals generiert (die Inhalte der Projekte und Workshops werden von den Teilnehmern bzw. deren Vertretern verschriftlicht und für die Publikation zur Verfügung gestellt).
Fett

Kreative Vernetzung bringt neue Ideen

artmixer - die Story zum Projekt

Mit dem artmixer (www.artmixer.de) lassen sich Taschen, Textilien, Mousepads, Leinwände und mehr spielerisch online gestalten. Die hochwertigen Bild-Themen, die "Mixer", sorgen für stets attraktive Ergebnisse. Die Motive lassen sich leicht mit ein paar Klicks nach eigenem Geschmack verändern.

Idee und Umsetzung stammen von einer kreativen Arbeits-Gruppe, bestehend aus dem Kommunikationsdesigner Thomas Bode und befreundeten Programmierern. Britta Gainey entwickelte die Flash-Programmierung. Eine Programmierin aus Frankfurt und ein PHP-Spezialist aus Indonesien sind auch im virtuellen Team.

In seiner langjährigen Tätigkeit als Designer hatte Thomas Bode ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Zunächst Illustration (er entwarf beispielsweise zahlreiche Cover-Illustrationen für dtv), dann Druckgrafik und schließlich interaktive Medien. Sowohl für Druckgrafik- als auch interaktive Medien-Projekte erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. All diese Erfahrungen kamen dem Projekt zugute, das ja eine Fusion aus mehreren Bereichen darstellt.

Die Überlegung, wie digitale Anwendungen es auch Nicht-Gestaltern ermöglichen sich stilsicher kreativ auszudrücken, trieb Thomas Bode immer wieder seit Beginn der Beschäftigung mit interaktiven Medien um. An einem sonnigen Sonntag, im Gespräch mit Freunden, war die Idee plötzlich da: Man müsste ein Programm entwickeln, mit dem einfach jeder durch Neu-Kombination von gut gezeichneten Bildmotiven sein Lieblingsbild zum großformatigen Ausdruck entwickeln kann. Dieser Gedanke verschwand allerdings für mehrere Jahre in der Projekt-Schublade und kam erst 2009 wieder zum Vorschein: Zufällig sah Thomas Bode einen E-Card-Editor von Arcor. Dieser war zwar ästhetisch sehr anspruchslos, verwendete aber ein Bedienungkonzept, das dem der abgespeicherten Idee entsprach. Acht anstrengende Monate später war das Konzept in allen Details entwickelt und umgesetzt. Dabei ging es letztlich weit über die Erzeugung von Wandbildern hinaus, nämlich bis zur Personalisierung, also persönlichen Gestaltung von Produkten aller Art.

Beispiele für die Produktwelt von artmixer - individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für Leinwände und Acessoires. Schöner und individueller Leben und Wohnen.

Thomas Bode betrachtet das bisher Erreichte nur als ersten Schritt. In abstrakten Muster und Gestaltungsformeln wie dem Goldenen Schnitt sieht er neue, spannende Ansätze. Das Projekt ist auch offen für weitere Künstler und Illustratoren, für die es eine interessante Herausforderung ist dynamische, frei kombinierbare Bildinhalte anstatt eines statischen Werkes zu kreieren.


Einfach und kreativ Printmotive gestalten
"Mischen possible" heißt es in der Musik. Mit dem artmixer kann man jetzt auch Bilder mixen. In Minuten ist zum Beispiel ein Traumgarten gemixt, der sich hochwertig auf Leinwand drucken lässt - für Wohnung oder Büro. Oder man mixt sich Wunsch-Baum als Geschenk oder eine wilde Collage für eine einzigartige, attraktive Schultertasche.

Es sind nur einige Klicks bis zum fertigen Motiv - dann übernimmt der Druckpartner das Bild und bringt es hochwertig und preiswert auf eines der vielfältigen Print-Produkte.

Beispiel für eine mit dem artmixer gestaltete Tasche - mit nur wenigen Klicks zum individuellen Stil.

Creative Coworking Festival

"Rock’n’Roll-Feeling" im kreativen Raum für Künstler-, Kreativ-und IT-Szene

Erstes Creative Coworking Festival vom 29.06. bis 04.07.2010 in Nürnberg

Vom 29.06. bis 04.07.2010 findet Deutschlands erstes Creative Coworking Festival (CCF) in der Kulturhalle Zentrifuge (ehemaliges AEG-Gelände in der Muggenhofer Straße 141) in Nürnberg statt. Das CCF bietet eine bundesweit einzigartige Plattform, die Selbstständige, Unternehmer und IT-Experten mit Künstlern und der Kreativwirtschaft zusammenbringt. Neben Schreibtischen, Internet-Zugang und Drucker, die sich in jedem Coworking-Umfeld wiederfinden, stehen beim CCF Schraubenzieher, Lötkolben, Bohrmaschinen, Stoffe, Nähmaschinen und andere Materialien und Werkzeuge zur freien Verfügung. Die Zentrifuge, eine ehemalige Industriehalle „auf AEG“, die heute als Raum für kommunikative Prozesse, bildende Kunst und spartenübergreifende Kultur genutzt wird, bietet den passenden Rahmen und kreative Atmosphäre.

Interessierten bietet das CCF die Gelegenheit, Coworking als kreative Arbeitsumgebung kennenzulernen und über sechs Tage bis kommenden Sonntag mit Teilnehmern zu diskutieren und Ideen umzusetzen. Am Sonntag werden die Ergebnisse ausgestellt. „Wir wollen Impulse geben für die Entwicklung und Vernetzung der Kreativwirtschaft und IT-Freelancer-Szene in der Region. Hier entsteht etwas Neues“, betont Michael Niqué, Initiator des Projekts. Markus Edgar Hormeß, Service Innovation Consultant und Förderer des Projekts, spricht vom Rock’n’Roll-Feeling des CCF, „das nicht zeigt, was gemacht wurde, sondern Neues schafft. Dabei entsteht ein Netzwerk, das gleichzeitig ein Inkubator für die Kreativ-Szene wird.“

Auch Bundesregierung erkennt Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft

Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erzielten im Jahr 2008 deutschlandweit knapp eine Million Erwerbstätige in rund 238.000 Kreativ- und Kulturunternehmen einen Umsatz von 132 Milliarden Euro. Mit 28 Prozent ist die Quote der Selbständigen dabei außergewöhnlich hoch. Zur Unterstützung dieser Aktivitäten gründete die Bundesregierung im Jahr 2007 die Initiative „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“. Daraus ist Ende 2009 das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes als Mittler zwischen Kulturschaffenden, wirtschaftsfördernden Organisationen und der Politik entstanden. Es soll kreativen Unternehmern den Zugang zur öffentlichen Förderung erleichtern und sie bei der Erschließung internationaler Märkte unterstützen. „Wir müssen den Hebel finden, um Klein- und Kleinstunternehmen, die den Großteil der Firmen in der Kultur-und Kreativwirtschaft stellen, konkurrenzfähig zu machen“, so Jürgen Enninger, Regionalberater für Bayern. Enninger wird sich am Freitag, den 2. Juli einen Überblick über die Nürnberger Aktivitäten und das CCF machen und von 11.30 bis 13.30 Uhr für Beratungsgespräche zur Verfügung stehen.

Coworking - innovatives Konzept aus den USA

Coworking ist seit vielen Jahren aus den Metropolen unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Inzwischen entstehen auch in Deutschland die ersten Coworking Spaces, allen voran Berlin mit bereits einem halben Dutzend Angeboten. Sie richten sich an Freiberufler, Kreative und unabhängige Menschen, die Wert auf hohe Flexibilität, geringe Fixkosten und kreative Gestaltungsmöglichkeiten legen. Zum Arbeiten benötigen sie neben ihrem Notebook meist nur einen Schreibtisch, Internet, Kaffeemaschine und einen ruhigen Ort für Telefonate und Gespräche. Bei Bedarf sind auch Scanner, Drucker, Beamer, Catering, Besprechungsräume und Meeting Points verfügbar. Für Unternehmen bietet sich dabei die besondere Chance, sich zu öffnen und Open Innovation umzusetzen, indem sie gezielt zeitweise oder auf Dauer Mitarbeiter und Arbeitsbereiche in den Coworking Space verlegen. Junge Unternehmen oder Startups können darüber hinaus kleinere Flächen zu geringen Fixkosten als Unternehmenssitz anmieten und den langfristigen Platzbedarf in variable Kosten wandeln. Diese fallen dann nur nach aktuellem Bedarf an, wenn sich die Mitarbeiter vor Ort im Coworking Space aufhalten. Sind sie beim Kunden, unterwegs, im Urlaub oder krank, so fallen für das Unternehmen keinerlei Arbeitsplatzkosten an.

Ein Nürnberger Coworking Space befindet sich derzeit im Aufbau. Bisher treffen sich Coworker einmal wöchentlich zum „Alpha-Tag“. Zeitgleich wird nach geeigneten Flächen für ein permanentes Coworking-Angebot gesucht. Die Stadt Nürnberg, die vermehrt Anfragen von Coworkern erhält, unterstützt das Projekt. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Alpha Tag und dem Creative Coworking Festival auf einem enorm vielversprechenden Weg sind, Coworking auch in Nürnberg und der Metropolregion zu verankern“, so Dr. Michaela Schuhmann, Leiterin des Amtes für Wirtschaft der Stadt Nürnberg.

Veranstaltungen und Projekte beim Creative Coworking Festival

Während des Creative Coworking Festivals finden verschiedene Projekte und Workshops statt. Bereits feststehende Termine:

Mittwoch, 30.06.2009:

  • Game Jam / Workshop: Spiele entwickeln. Um 11.00 Uhr startet der der Game Jam. Programmierer, Web- und Gamedesigner, Künstler und Audio-Experten entwickeln zur FIFA-Weltmeisterschaft 2010 ein Computer-Spiel. Dafür wollen sie Programmiersprachen nutzen, die innerhalb einer Stunde erlernt werden können, sodass sich Interessierte gerne anschließen können.

Donnerstag, 01.07.2010:

  • Workshop „Coworking in Nürnberg“: Um 18:00 Uhr findet ein Workshop zur weiteren Entwicklung des Coworking in Nürnberg statt. Es wird über die nächsten Schritte zur Etablierung eines permanenten Coworking-Spaces in Nürnberg sowie Anforderungen, Wünsche und Anregungen der Nutzer diskutiert.

Freitag, 02.07.2010

  • Von 11.30 - 13.30 Uhr: offene Sprechstunde mit Jürgen Enninger, Ansprechpartner für Bayern im Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

  • Brainstorming zur Publikation" ON.Nuernberg": Um 19.00 Uhr findet ein Brainstorming über eine Publikation statt, in der alle Gruppen, Projekte und Initiativen der Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region vorgestellt werden sollen. Während des CCF sollen das Redaktionskonzept, Logo, Weblog und eine Präsentation erarbeitet werden und in den Workshop einfließen.

Samstag, 03.07.2010

  • Elektronikworkshop - Interactive und Wearable“: Von 10:00 bis 12:00 Uhr findet ein Workshop über interaktive Elektronik für Geräte, interaktive Kleidung und Kunst statt. Vorkenntnisse sind nicht nötig, Teilnehmer sollten jedoch ein Notebook mitbringen.

  • Diskussion über Dorkbot: Von 14:00 bis 16:00 Uhr findet eine Diskussion über Dorkbot statt. Dorkbot ist eine Plattform für Leute, die im Hobby, künstlerisch oder kreativ mit Elektronik arbeiten oder dies in Zukunft tun möchten, um sich auszutauschen und Projekte zu präsentieren. Während es in Städten auf der ganzen Welt bereits Dorkbots gibt, fehlt eine solche Plattform in Nürnberg bisher noch.

  • Abends findet die Makerparty statt, bei der alle Teilnehmer und Interessierte des CCF bis in die Morgenstunden feiern können. Dazu gibt es einen DJ und Liveacts.

Sonntag, 04.07.2010

  • Graffiti-Workshop: Von 14.00 bis 17.00 Uhr findet ein Graffiti-Workshop statt, in dem Styles, Grundtechniken und Materialien von Graffiti-Künstlern vorgestellt werden. Eine Anmeldung zu diesem Workshop ist notwendig (http://ccf10.mixxt.de/networks/events/show_event.21102) .

  • Ganztägig: Am 04.07.2010 werden alle Projekte und Exponate des CCF ausgestellt.

Außerdem sind folgende Projekte und Aktionen während des CCF geplant:

  • Schmuck und Accessoires werden aus Schrott und Wegwerf-Gegenständen hergestellt.

  • In einem weiteren Projekt wird ein Internet-Portal für Mastermind-Gruppen entwickelt. Eine MasterMind-Gruppe ist der Zusammenschluss von gleichgesinnten Menschen. Jeder Teilnehmer bringt sich und sein Wissen in eine MasterMind-Gruppe ein.

Weitere Informationen zum Creative Coworking Festival, Projekten und Aktionen: http://ccf10.mixxt.de
Ansprechpartner: Michael Niqué, Telefon +49 (179) 5389595, Email
michael.nique@gmx.de

Weitere Informationen zu Coworking in Nürnberg, Terminen und aktuellen Entwicklungen:
http://www.coworking-nuernberg.de
Ansprechpartner: Stefan Probst, Telefon: +49 (151) 11074110, Email:
sp@entresol.de


Weitere Informationen zur Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung:
http://www.kultur-kreativ-wirtschaft.de
Ansprechpartner: Jürgen Enninger, Telefon +49 (151) 26467288, Email:
enninger@rkw.de

Fotos aus der Zentrifuge

honorarfei - bei Copyrights bitte Namen nennen:


Sie können mehr Fotos wie diese finden auf Zentrifuge.

Creative Coworking Festival

29. Juni bis 4. Juuli 2010
Zentrifuge, Halle 14 Auf AEG, Nürnberg

Für Künstler, Techniker, Bastler, Businesspeople, Weltverbesserer, Visionäre und Spinner ....

6 Tage und Nächte ist in der Zentrifuge auf 600 qm Platz und Zeit, Konzepte zu schmieden, Prototypen zu bauen und Kunstwerke zu erschaffen. Lernt dabei spannende Menschen und Projekte kennen, helft anderen mit Ihrem Projekt und lasst euch helfen.

Am Samstag haben auch alle kurzentschlossenen die Gelegenheit, in Workshops, der offenen Projektwerkstatt und auf der Makerparty ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Getränke und Grill werden nicht fehlen.

Zum Abschluss des Festivals werden die Veranstalter mit den Projekten der vergangenen Tage eine öffentliche Ausstellung in der Zentrifuge schmeißen und die Woche entspannt ausklingen lassen.

Das Creative CoWorking Festival ist ein Open Space, d.h. die Initiatoren stellen den Raum und vielleicht ein paar Schraubenzieher, Lötkolben und Nähmaschinen und die Teilnehmer bringen die Inhalte, das Leben, die Atmosphäre und alles was sie sonst für ihr Projekt brauchen.

Infos / Anmeldung unter:
http://ccf10.mixxt.de/

Creative Monday

Nach dem Erfolg des ersten CreativeMonday in Nürnberg steht nun der Termin für die Fortsetzung an. Wir haben uns die Kritikpunkte von dem letzten CreativeMonday zu Herzen genommen und deshalb die Sessions reduziert, damit ihr mehr Zeit für Socializing habt. Des Weiteren wird es wieder neben interessanten Sessions diesmal auch einen Zeitraum für einen Ideenpitch geben. Sprich, ihr könnt Euer Projekt bzw. Eure Idee vorstellen und somit Mitstreiter bzw. Leute kennen lernen, die euch bei dem Projekt von Nutzen sein könnten.

Zeit: 14. Juni 2010 von 19:00 bis 23:45
Ort: Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG), Nürnberg

- Eintritt frei -

Info und Anmeldung unter:
http://www.nuernberg-startups.de/2010/05/01/creativemonday-am-14-6-2010/

Creative Monday

Mo., 12. April 2010, 19:00 Uhr
Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG), Nürnberg
Muggenhofer Str. 135, Nürnberg

- Eintritt frei -

Agenda:
  • 19:00h lockeres Zusammenkomme
  • ab 19:30h Präsentationen und Beiträge über verschiedenste Themen (2 Teile à ca. 1 h
  • In der Pause und danach Möglichkeit sich auszutauschen, Projekte zu initiieren, Kontakte zu knüpfen, zu diskutieren etc.
  • Ende der Präsentationen ca. 22 Uhr, danach lockerer Ausklang

Das bietet der Creative Monday:
  • in lockerer Umgebung Neues erfahren
  • miteinander ins Gespräch kommen
  • voneinander lernen
  • Erfahrungen und Ideen austauschen
  • Projekte initiieren
Der "Creative Monday" ist eine neue, selbst organisierte Veranstaltung von Akteuren und für Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft. Interessierte sind ebenso wie Neugierige herzlich willkommen. Das Veranstaltungsformat hat den in der Internetszene schon lange bekannten und bewährten Webmontag zum Vorbild. Der Creative Monday soll regelmäßig an verschiedenen Orten in Nürnberg stattfinden und kann leicht von anderen Städten und Gemeinden adaptiert werden. Premiere ist am 12.4.2010 um 19 Uhr in der Zentrifuge Auf AEG.

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören Filmproduktionsfirmen und Rundfunksender ebenso wie Journalisten- und Nachrichtenbüros oder die Hersteller von Computerspielen. Auch Werbe- und Designagenturen, Architekturbüros, Verlage sowie Museen und Galerien zählen dazu. Beim Creative Monday geben Vertreter dieser verschiedenen Bereiche Einblick in ihre Arbeit, präsentieren Ideen und Projekte. Beiträge beim Creative Monday sind engagiert, lebendig und kurz. In Bild und Ton. Bunt. Exemplarisch, stellvertretend, einführend. Manchmal provozierend oder irritierend und oft auch spontan.

Die Gäste des Creative Monday dürfen sich freuen auf:
  • komprimierte Darstellungen aus sehr unterschiedlichen, doch durchweg kreativen Berufs- und Arbeitsfeldern, in denen engagierte Menschen tätig sind - ob angestellt oder freiberuflich
  • spannende Einblicke in verschiedene Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft, mit denen wir als Konsumenten täglich in Berührung kommen: Film, Architektur, Buch, Werbung, Bildende Kunst, Musik usw.
  • konstruktive Gespräche
  • Vernetzung und Kooperation
Anmeldung für Teilnehmer und Gäste auf der Seite „Creative Hotspots Nürnberg“:

Informationen des BMWi zur Kultur- und Kreativwirtschaft:

Hashtag (Twitter):
#chnue

QUADROPHONIA

Festival für experimentellen Klang und Musik

21. und 22. Mai 2010, jeweils 19:00 Uhr
Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG), Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg.
Eintritt für einen Abend 8 Euro / Eintritt für beide Abende 12 Euro

Quadrophonia wird das erste Festival im Großraum Nürnberg für frei improvisierte, experimentelle Musik und Klangkunst sein. Weitere Aspekte sind Raumklang, elektroakustische Klangsynthese, solistisches und interagierendes Spiel, Forschung und Experiment.


Quadrophonia vereint an zwei Abenden Klangkünstler, Elektroakustiker, Klangforscher, Sounddesigner und Musiker unterschiedlicher Couleur und mit sehr eigenen akustischen Konzepten. Jeder der national und international tätigen Künstler hat sich über Jahre mit dem Sujet Klang beschäftigt und seine individuelle Klangsprache und akustischen Werkzeuge entwickelt. Das Festival ist als Forum zeitgenössischer akustischer Ausdrucksformen und Strömungen zu verstehen, das weit über die ästhetischen Hörgewohnheiten hinausgeht und mit musikgenrespezifischen Kategorisierungen konsequent bricht.

REZEPTION
Das Publikum sitzt im Zentrum des quadrophonen Klangfeldes und kann optional eine Schlafbrille nutzen, um sich ganz auf die vielschichtigen Vernetzungen der Klänge einzulassen. Ein Konzert wird exakt 2 x 2 Stunden dauern (30 Min. Pause). Für jeden Abend gibt es eine andere Verlaufspartitur, die von den Künstlern im Vorfeld erstellt wird. Denn das Besondere an diesem Festival wird sein, dass die Künstler nicht nacheinander auftreten, sondern miteinander bzw. ineinander agieren. Der Spielplan kann von jedem Besucher als HandOut eingesehen werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit sich mit den teilnehmenden Künstlern auszutauschen. Den Ausklang des Abends übernimmt das Fat Orange Label aus Fürth mit der QuadroLounge. Hörkunst e.V. wird einen Infostand und einen CD Verkaufsstand von Werken der beteiligten Künstler anbieten.

EINGELADENE KÜNSTLER
  • Zoy Winterstein (Nürnberg)
    Komponist elektroakustischer Musik, Instrumentalist (Live Electronic, Klavier, Saxophone)
  • Michael Ammann (Fürth)
    Klangkünstler, Musiker, Komponist, Improvisateur (Phonetiks, Filter, Raumklang, UKO)
  • Robert Schlund (Nürnberg)
    Sounddesign, Musiker (diverse Synthesizer (Virus) und Klangmittel)
  • Sascha Pieler (Fürth)
    AcousticPerformer. Film, Bild, Sprach- und ObjektVertonung. Soundcollagen (Fat Orange Label)
  • Uwe Weber (Nürnberg)
    AvantgardMusiker, Schauspieler und Komponist (Vokaltheatral und stimmliche Experimente)
  • George Hazard (Karlsruhe)
    Elektroakustiker, DJ. Solarphonium, JOMOX T-RESONATOR (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Alexander von Prümmer (Berlin)
    Elektroakustiker, Performer, Interaktionist (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Frank Bierlein (Karlsruhe)
    Mehrkanal-Klang-Installationen, experimenteller Tanzmusik, Rückbau und Noise / Internet, Mozilla Firefox, Jack Router, Max/MSP 4channel out (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Bastus Trump (Berlin)
    Sound Designer, Saxophonist, Klangkünstler / Ableton Live, Max/MSP (Udk Berlin)
VERANSTALTER
Die Veranstaltung wird getragen von Hörkunst e.V. Erlangen und Zentrifuge e.V. Nürnberg.
In Kooperation mit Fat Orange Fürth und Ichiigai Karlsruhe
Der Initiator ist Michael Ammann.

Die Zentrifuge ist ein gemeinnütziges Projekt zur Vernetzung von Kulturinteressierten und Kulturschaffenden mit Fokus auf die Metropolregion Nürnberg. Aktuell bespielt der Verein die Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Zentrifuge im Rahmen eines Zwischennutzes Auf AEG.

Der Erlanger Hörkunst e.V. wurde 1999 gegründet. Er tritt als Veranstalter des Erlanger Hörkunstfestivals und verschiedener Hörkunstveranstaltungen zwischen den Festivals auf. Zudem bemüht er sich um die Vertretung der Interessen der Künstler und Hörkunstinteressierten.

INFORMATIONEN
www.hoerkunst.de
www.zentrifuge-nuernberg.de
www.m-ammann.de

PRESSE-AKKREDITIERUNG
Mail an Michael Schels: m.schels@kulturbuero-schels.de

Wirkungswechsel

Philipp Findeisen - Ilona Herreiner - Roger Libesch - Christian Ruckdeschel

9. April bis 9. Mai 2010

Vernissage: Fr., 9. April 2010, 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Barbara Leicht M.A., Kunstmuseum Erlangen e.V.
Musikalisches Rahmenprogramm: Hannes Selig am Flügel.

Künstlergespräche:
Philipp Findeisen: Mi., 14.4., 18 Uhr
Ilona Herreiner: Mi., 21.4., 18 Uhr
Roger Libesch: Mi., 28.4., 18 Uhr
Christian Ruckdeschel: Mi., 5.5., 18 Uhr

Öffnungszeiten: Mo.-Fr., 16-20 Uhr, Sa./So., 14-18 Uhr

Exemplarisch für die vielgestaltigen fluiden Beziehungen des Menschen, seiner urbanen Umgebung, seiner Schaffens- und Zerstörungskraft, seiner Natur und seiner Akkulturation, zeigen die vier Künstler vier kontrastierende Aspekte, die in ihrem Wirkungswechsel den Rezipienten eine abstrahierende Reflexion über den urbanen Menschen, seine Chancen und Risiken, Herkunft, Gegenwart und Zukunft, über zeitlichen und strukturellen Wandel ermöglichen.

Findeisens großformatige Malerei thematisiert die natürliche Umwelt und das Phänomen "Natur", wobei seine Sicht auf "Natur" nicht naturalistisch erfolgt, sondern aus der subjektivistischen, abstrakten Perspektive des modernen Menschen unserer Kultur. Durch das Spiel mit den Oberflächen – auf einer abstrakten Hintergrundsfolie erscheinen Landschaften –lässt Findeisen imaginären Raum entstehen. Die artifizielle Farbigkeit soll vermitteln, dass ein zukünftiger Zustand bei augenscheinlicher Parallelität zu seinem Ursprung durch seine Geschichte ein generisch abweichendes Wesen haben kann.

Herreiners figurative Skulpturen zeigen in zugespitzter Form den Wandel der natürlichen Herkunft des Menschen und Visionen seiner individuellen Zukunft. Ihre Skulpturen irritieren und trösten zugleich, denn sie lassen eine Rückbesinnung des Rezipienten auf seine eigene Geschichte zu. Die Arbeiten oszillieren zwischen einer spielerisch-kindlichen und einer melancholisch-ernsthaften Tiefe ihrer Erscheinung. Daran lässt sich spüren, dass über Entstehen, Sein und Zerfall hinaus der natürliche Schöpfungsprozess unaufhaltbar voranschreitet. Herreiners Arbeiten verdeutlichen, dass es keinen definierten Sollzustand gibt, sondern nur Momentaufnahmen gesellschaftlicher und physischer Bedingungen.

Libesch bildet Zitate aus dem großen Repertoire seiner komplexen und narrativen Gemälde in bislang ungewohnter Größe als Wand-Scribbles ab. Erstmals geht Libesch direkt auf den Raum ein. Seine Arbeiten sind temporär angelegt und bleiben nur über den Zeitraum der Ausstellung sichtbar. Er zeigt Momentaufnahmen der Urbanität, erzählt Geschichten aus dem Alltag seiner Zeitgenossen, die Schöpfer und gleichzeitig Opfer ihrer selbstgeschaffenen Umwelt sind. Seine teilweise an Mangas erinnernde Bildsprache kontrastiert auf den ersten Blick mit den klassischen Medien der anderen drei Künstler und ergänzt sich doch nahtlos mit den vielgestaltigen Möglichkeiten der Darstellung des modernen Menschen im unaufhaltsamen Wandel von Natur, Umwelt und medial geprägter Gesellschaft.

Ruckdeschels Skulpturen sind primär ästhetische, abstrakte Objekte, die architektonische Tendenzen sowie auch figürliche Aspekte besitzen können. In ihrer Größe symbolisieren sie die Struktur und die ordnende Kraft, die den Materialien von Natur aus gegeben sind und von denen sich der Bildhauer leiten lässt. Ruckdeschels bildhauerische Intuition generiert eine zumeist geometrische Formensprache, die deutlich zur organischen Form kontrastiert. Der Prozess spielt dabei eine zentrale Rolle. Farbe, Struktur und Dichte des Steins sind Grundlagen für den emotionalen Dialog zwischen Künstler und Material. Durch die Nonfunktionalität der Werke wird die Freiheit des Künstlers zur formalen Selbstdefinition deutlich und beweist, dass Ästhetik einen Sinn für und an sich darstellt.

Terra N - unbekannte Orte in Nürnberg

Ausstellung 4.- 28. Februar 2010

Vernissage: Do. 4.2. 19 Uhr
Finissage: So. 28.2. 16 Uhr

Öffnungszeiten:
Mi.-Fr. 16-20 Uhr
Sa., So. 14-18 Uhr

Ausstellungsort:
Zentrifuge Auf AEG
Muggenhofer Straße 135, Nürnberg
Tel. 0911-1325133

Im Sommer 2009 führten drei Expeditionen des BauLust e.V. über und entlang von brachliegenden Flächen der Deutschen Bahn.



Im Norden, Süden und Osten wurden in Nürnbergs Stadtraum die Flächen begangen, erforscht, Fundstücke gesammelt, geschichtliches berichtet und über die Zukunft der Flächen diskutiert. Die Ergebnisse sind nun für die Ausstellung „TERRA N – unbekannte Orte in Nürnberg“ zusammengestellt und aufbereitet worden. Ergänzt mit einem umfangreichen Begleitprogramm in Form von Vorträgen und Filmen stellt BauLust Fragen zu den Themen Stadtentwicklung und Stadtvisionen.


Vorträge und Diskussionen:

Mi. 10. Feb. 19 h
Horizonte vor der Haustür.
LeoPART-Kunstproduktion St. Leonhard 2009.
Sprechender Katalog und Filmdokumentation

Di. 23. Feb. 19 h
Josef Weber, Leiter des Stadtplanungsamtes Nürnberg
Stadt - Umbau West – Stadt.
Aktuelle Stadtentwicklungen im Nürnberger Westen

Do. 25. Feb. 19 h
Martin Kohler, Hafen City Universität Hamburg
Hafensafari. Wilde Transformationsorte im Hamburger Hafen

Filme:

Mi. 17. Feb. 19 h
„Neuland“. Deutschland 2008.
Ein Reisebericht durch die ostdeutsche Transformationslandschaft.

Do. 18.Feb. 19 h
„Still Life“. China 2006. Spielfilm über den massiven
Umbruch Chinas am Beispiel des Drei-Schluchten-Staudammes.

Veranstalter: baulust e.V. in Kooperation mit Zentrifuge e.V.