Creative Monday

Mo., 12. April 2010, 19:00 Uhr
Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG), Nürnberg
Muggenhofer Str. 135, Nürnberg

- Eintritt frei -

Agenda:
  • 19:00h lockeres Zusammenkomme
  • ab 19:30h Präsentationen und Beiträge über verschiedenste Themen (2 Teile à ca. 1 h
  • In der Pause und danach Möglichkeit sich auszutauschen, Projekte zu initiieren, Kontakte zu knüpfen, zu diskutieren etc.
  • Ende der Präsentationen ca. 22 Uhr, danach lockerer Ausklang

Das bietet der Creative Monday:
  • in lockerer Umgebung Neues erfahren
  • miteinander ins Gespräch kommen
  • voneinander lernen
  • Erfahrungen und Ideen austauschen
  • Projekte initiieren
Der "Creative Monday" ist eine neue, selbst organisierte Veranstaltung von Akteuren und für Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft. Interessierte sind ebenso wie Neugierige herzlich willkommen. Das Veranstaltungsformat hat den in der Internetszene schon lange bekannten und bewährten Webmontag zum Vorbild. Der Creative Monday soll regelmäßig an verschiedenen Orten in Nürnberg stattfinden und kann leicht von anderen Städten und Gemeinden adaptiert werden. Premiere ist am 12.4.2010 um 19 Uhr in der Zentrifuge Auf AEG.

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören Filmproduktionsfirmen und Rundfunksender ebenso wie Journalisten- und Nachrichtenbüros oder die Hersteller von Computerspielen. Auch Werbe- und Designagenturen, Architekturbüros, Verlage sowie Museen und Galerien zählen dazu. Beim Creative Monday geben Vertreter dieser verschiedenen Bereiche Einblick in ihre Arbeit, präsentieren Ideen und Projekte. Beiträge beim Creative Monday sind engagiert, lebendig und kurz. In Bild und Ton. Bunt. Exemplarisch, stellvertretend, einführend. Manchmal provozierend oder irritierend und oft auch spontan.

Die Gäste des Creative Monday dürfen sich freuen auf:
  • komprimierte Darstellungen aus sehr unterschiedlichen, doch durchweg kreativen Berufs- und Arbeitsfeldern, in denen engagierte Menschen tätig sind - ob angestellt oder freiberuflich
  • spannende Einblicke in verschiedene Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft, mit denen wir als Konsumenten täglich in Berührung kommen: Film, Architektur, Buch, Werbung, Bildende Kunst, Musik usw.
  • konstruktive Gespräche
  • Vernetzung und Kooperation
Anmeldung für Teilnehmer und Gäste auf der Seite „Creative Hotspots Nürnberg“:

Informationen des BMWi zur Kultur- und Kreativwirtschaft:

Hashtag (Twitter):
#chnue

QUADROPHONIA

Festival für experimentellen Klang und Musik

21. und 22. Mai 2010, jeweils 19:00 Uhr
Zentrifuge (Halle 14 Auf AEG), Muggenhofer Str. 135, 90429 Nürnberg.
Eintritt für einen Abend 8 Euro / Eintritt für beide Abende 12 Euro

Quadrophonia wird das erste Festival im Großraum Nürnberg für frei improvisierte, experimentelle Musik und Klangkunst sein. Weitere Aspekte sind Raumklang, elektroakustische Klangsynthese, solistisches und interagierendes Spiel, Forschung und Experiment.


Quadrophonia vereint an zwei Abenden Klangkünstler, Elektroakustiker, Klangforscher, Sounddesigner und Musiker unterschiedlicher Couleur und mit sehr eigenen akustischen Konzepten. Jeder der national und international tätigen Künstler hat sich über Jahre mit dem Sujet Klang beschäftigt und seine individuelle Klangsprache und akustischen Werkzeuge entwickelt. Das Festival ist als Forum zeitgenössischer akustischer Ausdrucksformen und Strömungen zu verstehen, das weit über die ästhetischen Hörgewohnheiten hinausgeht und mit musikgenrespezifischen Kategorisierungen konsequent bricht.

REZEPTION
Das Publikum sitzt im Zentrum des quadrophonen Klangfeldes und kann optional eine Schlafbrille nutzen, um sich ganz auf die vielschichtigen Vernetzungen der Klänge einzulassen. Ein Konzert wird exakt 2 x 2 Stunden dauern (30 Min. Pause). Für jeden Abend gibt es eine andere Verlaufspartitur, die von den Künstlern im Vorfeld erstellt wird. Denn das Besondere an diesem Festival wird sein, dass die Künstler nicht nacheinander auftreten, sondern miteinander bzw. ineinander agieren. Der Spielplan kann von jedem Besucher als HandOut eingesehen werden.

Im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit sich mit den teilnehmenden Künstlern auszutauschen. Den Ausklang des Abends übernimmt das Fat Orange Label aus Fürth mit der QuadroLounge. Hörkunst e.V. wird einen Infostand und einen CD Verkaufsstand von Werken der beteiligten Künstler anbieten.

EINGELADENE KÜNSTLER
  • Zoy Winterstein (Nürnberg)
    Komponist elektroakustischer Musik, Instrumentalist (Live Electronic, Klavier, Saxophone)
  • Michael Ammann (Fürth)
    Klangkünstler, Musiker, Komponist, Improvisateur (Phonetiks, Filter, Raumklang, UKO)
  • Robert Schlund (Nürnberg)
    Sounddesign, Musiker (diverse Synthesizer (Virus) und Klangmittel)
  • Sascha Pieler (Fürth)
    AcousticPerformer. Film, Bild, Sprach- und ObjektVertonung. Soundcollagen (Fat Orange Label)
  • Uwe Weber (Nürnberg)
    AvantgardMusiker, Schauspieler und Komponist (Vokaltheatral und stimmliche Experimente)
  • George Hazard (Karlsruhe)
    Elektroakustiker, DJ. Solarphonium, JOMOX T-RESONATOR (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Alexander von Prümmer (Berlin)
    Elektroakustiker, Performer, Interaktionist (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Frank Bierlein (Karlsruhe)
    Mehrkanal-Klang-Installationen, experimenteller Tanzmusik, Rückbau und Noise / Internet, Mozilla Firefox, Jack Router, Max/MSP 4channel out (ZKM Karlsruhe, ICHIIGAI Label)
  • Bastus Trump (Berlin)
    Sound Designer, Saxophonist, Klangkünstler / Ableton Live, Max/MSP (Udk Berlin)
VERANSTALTER
Die Veranstaltung wird getragen von Hörkunst e.V. Erlangen und Zentrifuge e.V. Nürnberg.
In Kooperation mit Fat Orange Fürth und Ichiigai Karlsruhe
Der Initiator ist Michael Ammann.

Die Zentrifuge ist ein gemeinnütziges Projekt zur Vernetzung von Kulturinteressierten und Kulturschaffenden mit Fokus auf die Metropolregion Nürnberg. Aktuell bespielt der Verein die Ausstellungs- und Veranstaltungshalle Zentrifuge im Rahmen eines Zwischennutzes Auf AEG.

Der Erlanger Hörkunst e.V. wurde 1999 gegründet. Er tritt als Veranstalter des Erlanger Hörkunstfestivals und verschiedener Hörkunstveranstaltungen zwischen den Festivals auf. Zudem bemüht er sich um die Vertretung der Interessen der Künstler und Hörkunstinteressierten.

INFORMATIONEN
www.hoerkunst.de
www.zentrifuge-nuernberg.de
www.m-ammann.de

PRESSE-AKKREDITIERUNG
Mail an Michael Schels: m.schels@kulturbuero-schels.de

Wirkungswechsel

Philipp Findeisen - Ilona Herreiner - Roger Libesch - Christian Ruckdeschel

9. April bis 9. Mai 2010

Vernissage: Fr., 9. April 2010, 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Barbara Leicht M.A., Kunstmuseum Erlangen e.V.
Musikalisches Rahmenprogramm: Hannes Selig am Flügel.

Künstlergespräche:
Philipp Findeisen: Mi., 14.4., 18 Uhr
Ilona Herreiner: Mi., 21.4., 18 Uhr
Roger Libesch: Mi., 28.4., 18 Uhr
Christian Ruckdeschel: Mi., 5.5., 18 Uhr

Öffnungszeiten: Mo.-Fr., 16-20 Uhr, Sa./So., 14-18 Uhr

Exemplarisch für die vielgestaltigen fluiden Beziehungen des Menschen, seiner urbanen Umgebung, seiner Schaffens- und Zerstörungskraft, seiner Natur und seiner Akkulturation, zeigen die vier Künstler vier kontrastierende Aspekte, die in ihrem Wirkungswechsel den Rezipienten eine abstrahierende Reflexion über den urbanen Menschen, seine Chancen und Risiken, Herkunft, Gegenwart und Zukunft, über zeitlichen und strukturellen Wandel ermöglichen.

Findeisens großformatige Malerei thematisiert die natürliche Umwelt und das Phänomen "Natur", wobei seine Sicht auf "Natur" nicht naturalistisch erfolgt, sondern aus der subjektivistischen, abstrakten Perspektive des modernen Menschen unserer Kultur. Durch das Spiel mit den Oberflächen – auf einer abstrakten Hintergrundsfolie erscheinen Landschaften –lässt Findeisen imaginären Raum entstehen. Die artifizielle Farbigkeit soll vermitteln, dass ein zukünftiger Zustand bei augenscheinlicher Parallelität zu seinem Ursprung durch seine Geschichte ein generisch abweichendes Wesen haben kann.

Herreiners figurative Skulpturen zeigen in zugespitzter Form den Wandel der natürlichen Herkunft des Menschen und Visionen seiner individuellen Zukunft. Ihre Skulpturen irritieren und trösten zugleich, denn sie lassen eine Rückbesinnung des Rezipienten auf seine eigene Geschichte zu. Die Arbeiten oszillieren zwischen einer spielerisch-kindlichen und einer melancholisch-ernsthaften Tiefe ihrer Erscheinung. Daran lässt sich spüren, dass über Entstehen, Sein und Zerfall hinaus der natürliche Schöpfungsprozess unaufhaltbar voranschreitet. Herreiners Arbeiten verdeutlichen, dass es keinen definierten Sollzustand gibt, sondern nur Momentaufnahmen gesellschaftlicher und physischer Bedingungen.

Libesch bildet Zitate aus dem großen Repertoire seiner komplexen und narrativen Gemälde in bislang ungewohnter Größe als Wand-Scribbles ab. Erstmals geht Libesch direkt auf den Raum ein. Seine Arbeiten sind temporär angelegt und bleiben nur über den Zeitraum der Ausstellung sichtbar. Er zeigt Momentaufnahmen der Urbanität, erzählt Geschichten aus dem Alltag seiner Zeitgenossen, die Schöpfer und gleichzeitig Opfer ihrer selbstgeschaffenen Umwelt sind. Seine teilweise an Mangas erinnernde Bildsprache kontrastiert auf den ersten Blick mit den klassischen Medien der anderen drei Künstler und ergänzt sich doch nahtlos mit den vielgestaltigen Möglichkeiten der Darstellung des modernen Menschen im unaufhaltsamen Wandel von Natur, Umwelt und medial geprägter Gesellschaft.

Ruckdeschels Skulpturen sind primär ästhetische, abstrakte Objekte, die architektonische Tendenzen sowie auch figürliche Aspekte besitzen können. In ihrer Größe symbolisieren sie die Struktur und die ordnende Kraft, die den Materialien von Natur aus gegeben sind und von denen sich der Bildhauer leiten lässt. Ruckdeschels bildhauerische Intuition generiert eine zumeist geometrische Formensprache, die deutlich zur organischen Form kontrastiert. Der Prozess spielt dabei eine zentrale Rolle. Farbe, Struktur und Dichte des Steins sind Grundlagen für den emotionalen Dialog zwischen Künstler und Material. Durch die Nonfunktionalität der Werke wird die Freiheit des Künstlers zur formalen Selbstdefinition deutlich und beweist, dass Ästhetik einen Sinn für und an sich darstellt.