Der 13. CreativeMonday am 28.10.2013 im Neuen Museum

Ein Rückblick von Michael Schels

Der 13. CreativeMonday fand diesmal im Rahmen der Nürnberger Webweek statt und fungierte als Abschlussveranstaltung für den einwöchigen Internet-Netzwerk-Event. Im Neuen Museum versammelten sich ca. 150 Vertreter aus Bildender und Darstellender Kunst, Architektur, Design, Film, Fotografie, Medien, Werbung, Kultur, Politik, Wirtschaft und städtischer Verwaltung. Erstmals waren auch einige Schüler dabei, was die Mischung spürbar bereicherte. Mehr davon! Wegen der WebWeek waren noch mehr Social Media und Web-Spezialisten als sonst zugegen – ideale Multiplikatoren für die Kreativen.

Rainer Hertwig von Mehrwertzone.net postete tags darauf: „Der CreativeMonday gestern Abend war wieder einmal ein toller Tummelplatz für Kreative mit Gästen, die nie zuvor ... zum Beispiel war eine leibhaftige Landtagsabgeordnete vor Ort und das Theater Ansbach. Gute Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken in seinem besten Sinne.“

Nach der Begrüßung durch die Organisatoren Eva Martin (Neues Museum), Michael Schels (Zentrifuge), Markus Teschner (Creative Hotspots Nürnberg) und Sabrina Weyh (Phocus Brand Contact) folgte die obligatorische Vorstellungsrunde, bei der sich jeder Besucher kurz mit Vornamen und ein bis zwei Begriffen vorstellt. Dieses kleine Ritual gibt einen guten Überblick über das vielfältige Potenzial im Raum und dient der Orientierung für späteres Netzwerken.

Zur Einstimmung boten Júlia Cortés und Natsu Sasaki, beide Compagniemitglied des Ballets im Staatstheater Nürnberg, eine hochkarätige Tanzeinlage: Ihr Duett lief parallel, ja beinahe identisch mit einer Videoprojektion zu ihrem gemeinsam entwickelten Tanzprojekt „Kauderwelsch“. Im Tanzportal Bayern kann man dazu lesen: „Zwei sich synchron und schablonenhaft bewegende Figuren, die ihre Körper und Gesichter gleichmütig zu Posen und Fratzen verziehen und dabei so unschuldig in die Welt gucken, dass die Phantasie freien Lauf nimmt.“

Von der Darstellenden Kunst ging es nahtlos über in die Architektur: Anke Seitz und Julia Schade machten mit ihrer Präsentation Lust auf BauLust. Der engagierte Verein bringt Bewegung in die Architektur und in die Stadt. So hat der baulust e.V. u.a. dafür gesorgt, dass der Kettensteg restauriert wurde, mit „Terra N“ den Blick auf Brachflächen in der Stadt gelenkt, zur integrativen Stadtteilentwicklung beigetragen und die Auseinandersetzung über das Reichsparteitagsgelände voran getrieben.

Digital Abstract Art war das Thema der zweiten Präsentation - Michael Kammerer gab einen Einblick in die Bildwelten von www.eightvisions.net und beeindruckte mit großem Stilbewusstsein und außerordentlicher Gestaltungskraft.

Der kreative Puls der Stadt – visuelle Inszenierungen im Retail“ lautete der dritte Vortrag des Abends. Markus Xyländer und Julia Rupprecht von der Firma Barthelmess zeigten an zwei Beispielen von der Idee bis zur Umsetzung, wie das Design von Räumen am Point of Sale in Szene gesetzt werden kann.

Die anschließende Pitch-Runde gab im Zwei-Minuten-Takt einen Einblick in das aktuelle kreative Geschehen in der Stadt und bot viele Anknüpfungspunkte für Qualifizierung, Vernetzung und Engagement:

Thomas Müller vom Amt für Kultur und Freizeit (KUF) wies auf die Tagung „Einfach machen“ hin, die am 7. Dezember zum 21. Mal stattfindet, diesmal im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg. Thema: „Mehr Partizipation wagen. Von der Kultur-Nutzung zur Kultur-Mitbestimmung “. Infos und Anmeldung unter www.kultur-einfach-machen.de

Jens Zijlstra warb für eine Kunst und Design Ausstellung: Handmade Taschen aus recyceltem Material vom Label Magazijn korrespondieren mit Treibholz-Skulpturen von Horst Siegel. Zu sehen am 7. Dezember von 14 bis 19 Uhr im Atelier deGroeger, Bogenstraße 1 in Wendelstein.

Als Vertreter der Wirtschaftsförderung Nürnberg wies Michael Schottenhammer auf das Förderprogramm ideen.kreativ.innovativ hin, das gerade in die dritte Runde geht. Abgabetermin für die nächsten Projektanträge ist der 3. Februar 2014.

Induktive Kopplung heißt eine performative Installation von Michel Bestmann. Der Wissenschaftler und Performer aus Erlangen macht daraus jetzt ein Festival, bei dem Künstler verschiedener Sparten mit seiner Installation interagieren. Vom 23. bis 30. November in der Zentrifuge.

Localcalling ist ist ein neues regionales Musikmagazin, das zweimal jährlich gedruckt erscheint. Zusätzlich zur Printausgabe natürlich ganz aktuell auch online unter www.localcalling.de. Redaktionsmitglied Jary Dittmann machte beim Pitch deutlich: Mitmacher sind herzlich willkommen. Redaktionssitz ist übrigens (schon wieder!) Wendelstein … wann macht Wendelstein seinen eigenen CreativeMonday?

Der Choreograph Sebastian Eilers warb für die aktuelle Produktion seines SETanztheaters: body.Bilder.strip ist eine Verschmelzung von Tanz und sequentieller Darstellung . Das Tanztheater-Projekt für vier Tänzer/innen bindet die Kunstform des Comics ein und setzt dadurch neue Impulse für die Bühnenkunst. Premiere ist am 6. März 2014 in der Tafelhalle Nürnberg. Das Projekt soll unter anderem über Crowdfunding finanziert werden und kann via Startnext unterstützt werden.

Nürnberg und so ist der Podcast für Nürnberg und so bzw. über die Metropolregion Nürnberg. Die Macher Daniel Bendl und Markus Wolf stellten ihre neueste Idee vor, bei der sie ihren Podcast für Audio-Kunst zur Verfügung stellen. Audio-Künstler sind somit auch auf diesem Wege aufgerufen, Beiträge für Nürnberg und so beizusteuern. Gesteigerte Aufmerksamkeit für die künstlerischen Beiträge ist garantiert.

Die aus Rom stammende und in Nürnberg lebende Screen Designerin und Illustratorin Elettra Florenzi war für ein Projekt, bei dem sie Schüler im Alter von 6 bis 11 Jahren dazu aufruft, Geschichten zu schreiben. Die schönsten Stories werden dann von ihr illustriert. Idealerweise entwickelt sich daraus ein Schulprojekt.

In Vertretung für Frank Braun stellte Markus Teschner zum Schluss noch den von bluepingu e.V. initiierten Kurzfilmwettbewerb LebensWERTraum vor. Die Filme (Spielfilm, Dokumentarfilm, Animationsfilm, Trickfilm, Experimentalfilm) sollen sich mit den Thema LebensWERTraum 2025 beschäftigen und dürfen eine Gesamtlänge von 10 Minuten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2013.

Der Abend klang mit vielen Gesprächen und Networking aus. Wir bedanken und bei allen Helfern … ganz besonders bei unseren bezaubernden „Empfangsdamen“ Manuela Werzinger und Doris Wüst und bei Mario Rau vom Neuen Museum für die Technik.

Sie möchten regelmäßig über den CreativeMonday informiert werden? Dann können Sie sich folgenden Communities anschließen:
- CreativeMonday XING Gruppe, für zukünftige Events
- Facebook

Für alle, die kein Social Network nutzen, bieten wir einen E-Mailverteiler an: CreativeMonday Newsletter

Zentrifuge News September 2013

"Forschende Kunst 1: umwelten" ist der Titel der kommenden Ausstellung in der Zentrifuge.Vernissage ist am 13. September um 19 Uhr. Die Ausstellung ist auch im Rahmen von Offen Auf AEG am 14./15. September geöffnet.

Beteiligte Künstler: Giuseppe Cassibba, Franca Faccin, Barbara Lidfors, Gustav Mayer

Begleitende Ausstellung / Dokumentation:
Matthias Barbian, Alessandra Brisotto, Sebastian Hillebrand, Otmar Potjans, Michael Schels, Christiane Weber,  Ronald Zehmeister

Ausstellungsdauer: 13.9.-20.10.2013
Öffnungszeiten: Do./Fr. 14-18 Uhr, Sa./So. 15-18 Uhr


Die Zentrifuge widmet sich beim langfristig angelegten Projekt "Forschende Kunst" dem Thema Forschung, dem sie sich in wechselnden Besetzungen und mit Mitteln und aus Perspektiven der Kunst annähert. Die Ausstellung präsentiert das Ergebnis eines ersten, intersdiziplinären Austauschprozesses, an dem zwei italienische und drei deutsche Künstler, ein Wissenschaftler, zwei Ingenieure, eine Schriftstellerin, ein Philosoph, ein Unternehmensberater und ein Journalist beteiligt waren. Der Begriff "umwelten" markiert dabei den allgemeinen Forschungsgegegenstand: Das Verhältnis von Mensch und Welt und den Zusammenhang von Handeln und Verstehen.

Workshops und Vorträge während der Ausstellungsdauer geben Einblicke in diesen von Intuition, Wahrnehmung und Dialog geprägten Prozess und sollen der Vermittlung, Vertiefung und Weiterentwicklung des Projekts dienen. Im September stehen auf dem Programm:
  • Sa., 14.9., 18-20 Uhr: Sebastian Hillebrand: Wissenschaftliche Perspektiven und kreative Prozesse
  • So., 15.9., 17-19 Uhr: Franca Faccin: Mensch und Farbe
  • Sa., 28.9., 18-20 Uhr: Barbara Lidfors: Ideenfindung in der Kunst - ein praktischer Workshop für künstlerisch-tätige Leute
Teilnehmergebühr für die Workshops: 10 EUR / erm. 8 EUR. Anmeldung erbeten unter info@zentrifuge-nuernberg.de.


Das Literaturprogramm der Zentrifuge wird von Alessandra Brisotto weiter entwickelt - die erste Veranstaltung unter ihrer Regie ist eine Buchpremiere (Volker Wachenfeld liest aus seinem Roman "Die Fremde") in Kooperation mit dem ars vivendi Verlag am Do., 19. September, Einlass ab 19:30 Uhr, Beginn 20 Uhr. Musikalische Begleitung: Bastus Trump (Saxophon)



Die Sonderausgabe PILOT vermittelt einen Eindruck von der Arbeit der Zentrifuge. Sie ist ab der Vernissage "Forschende Kunst" am 13. September und zu Offen Auf AEG am 14./15. September erhältlich. Schutzgebühr: 1,50 EUR.

Inhalt u.a.:

- Transformation: Carina Shkuró
- Forschende Kunst I: umwelten
- New Work: Was will ich wirklich?
- Programmhinweise: Herbst-/Winter 2013
- Maschinenflüsterer: Engineering 2050


Rückblick 12. CreativeMonday


Der 12. CreativeMonday am 15. Juli 2013 im Neuen Museum lockte diesmal 180 Gäste - so viel wie noch nie zuvor - und das trotz besten Biergartenwetters. Eva Martin übernahm als Vertreterin des Neuen Museums die Begrüßung. Sie zeigte sich höchst erfreut über die große Resonanz und gab einen Überblick über das Programm. Als Presenter konnten diesmal der Fotograf Christian Höhn (Megacities), der Komponist Peter Fulda mit Kollegen vom Metropol Musik Verein und Dr. Andrea Dippel von der Kunstvilla gewonnen werden.

Michael Schels fragte in die Runde, wer zum ersten Mal den CreativeMonday besuche und da in etwa etwa die Hälfte der Anwesenden Neulinge waren, fasste er das Konzept des CreativeMonday zusammen und erläuterte Sinn und Zweck der Veranstaltung - nämlich den Kreativen in Nürnberg und der Region ein Gesicht zu geben und über die Möglichkeit der Vernetzung über alle 11 Teilbranchen hinweg hinaus auch ein Branchenbewusstsein zu schaffen. Der CreativeMonday - der mittlerweile in mehreren deutschen Städten Nachahmer findet - wurde von Markus Teschner und Michael Schels ins Leben gerufen. Er ist eine Initiative der Zentrifuge und wird mittlerweile durchgeführt in Kooperation mit dem Neuen Museum Nürnberg und PHOCUS BRAND CONTACT. Die Veranstaltung findet ca. alle drei Monate abwechselnd im Neuen Museum und in der Werkstatt 141 Auf AEG (neben der Zentrifuge) statt. Der nächste CreatveMonday am 28. Oktober wird ausnahmsweise gleich nochmal im Neuen Museum veranstaltet, da er in die Nürnberg WebWeek (21.-28. Okt.) engebunden ist und ein weit überdurchschnittlicher Publikumszuspruch zu erwarten ist. Die Werkstatt 141 böte dafür nicht die nötige Kapazität.

Anschließend fand wieder die obligatorische Vorstellungsrunde statt - erfreulicherweise mischt sich das Publikum mehr und mehr - diesmal waren neben den CreativeMonday-erfahrenen Designern, Fotografen, Agenturvertretern und Internet-Spezialisten auch Musiker, Bildende Künstler und Galeristen vor Ort.

Die künstlerische Eröffnung des Abends übernahm diesmal Alice Mayer (www.alice-mayer.de). Gemeinsam mit Claus Gebert am Piano präsentierte sie Stücke aus ihrem Debüt-Album "Die Närrin" - wild-entzückt und berührend-schön. Eine vielversprechende Gesangs-Entdeckung aus Nürnberg, powered by Z.

Christian Höhn (www.christianhoehn.de) präsentierte Fotografien aus seinem Projekt "Megacities" und berichtete über seine Sicht- und Arbeitsweise. Höhn war u.a. in Dubai, São Paulo, Peking, Shanghai, Chongqing, Hongkong, Shenzhen und Qingdao unterwegs. Seine großformatigen Aufnahmen zeigen Panorama-Ansichten rasant gewachsener Städte. Das Nürnberger Publikum war ebenso fasziniert wie erschrocken von der Dynamik und Größe, die Höhn in seinen hochgradig ästhetischen Fotografien ausdrückt.

Peter Fulda, Daniel Bartmeyer und Joachim Lenhardt lieferten nochmal Stoff für die Ohren: Sie zeigten als Vertreter des Metropol Musik e.V. anhand mehrerer kurz angespielter musikalischer Beispiele, welch großes musikalisches Spektrum ihr Zusammenschluss von Musikern, Bands und Komponisten aus der Metropolregion Nürnberg zu bieten hat. Von Jazz über Klassik und Experimentalmusik bis hin zu Pop und Rock, von Weihnachtsliedern über Bigband Sound bis hin zu Kompositionen für Jazzensembles und Orchester ist hier alles geboten - und das auf durchweg hohem Niveau. Die Muikhochschule Nürnberg hat an dieser Qualität sicher einen gehörigen Anteil. Der umtriebige Verein bringt seine MusikerInnen an vielen Orten ins Spiel - u.a. im Germanischen Nationalmuseum oder im Neuen Museum, aber auch in der Region sind die neuartigen Musikformate und Konzerte des Metropolmusik-Orchester nicht mehr wegzudenken. In ihrer angestammten Heimat, dem Kunstverein Kohlenhof nahe dem Germanischen Nationalmuseum, veranstalten die Metropolmusiker vom 18.-31. August unter dem Titel "Zikaden" die Sommernachts-Jazzlounge - jeden Abend zwei Konzerte, vier Bands, zwei Wochen lang. Der Zuspruch ist mittlerweile enorm, Karten sollte man sich rechtzeitig sichern.

Von Dr. Andrea Dippel, der Leiterin der Kunstvilla, wurde man über den aktuellen Stand des Projekts informiert: Mit der Kunstvilla entsteht in Nürnberg ein neues Museum für regionale Kunst (vormals „Fränkische Galerie“). Gegenwärtig wird die repräsentative neobarocke Kaufmannsvilla in der Blumenstraße zu einem Ausstellungsgebäude umgebaut. Zukünftig werden in der 1894 erbauten, unter Denkmalschutz stehenden Villa auf rund 600 qm Ausstellungsfläche thematische wie monografische Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt. Im Vordergrund steht dabei die Aufarbeitung der regionalen Kunstgeschichte ab 1900 sowie die Präsentation des zeitgenössischen Kunstgeschehens. Im Vorfeld der Eröffnung finden seit 2010 Ausstellungen der Kunstvilla im Kunsthaus statt. Erklärtes Ziel: Die Kunstvilla soll nicht nur ein Ausstellungsgebäude, sondern ein lebendiger Ort des Austauschs und der kulturellen Bildung sein. Schon mal vormerken: Die Eröffnung ist für den 23. Mai bis 25. Mai 2014 geplant.

Im Anschluss an die Präsentationen folgte die Pitch-Runde (Kurzpräsentationen von max. 2 Minuten). Der Reigen dieser Vorstellungen war diesmal sehr umfangreich - die Kreativ-Szene in Nürnberg und Umgebung hat nun wohl endgültig den CreativeMonday für sich entdeckt und zeigt selbstbewusst, was sie zu bieten hat:

Judith Gottschalk rief zur Teilnahme am Projekt Nerdberg auf, das im Coworking Space in Fürth entstanden ist. Interessierte können hier an ihren eigenen Projekten arbeiten oder in einer Gruppe ein Problem lösen. Die Interessen umfassen Computer, Technology, Wissenschaft, Digital Art und Electronic Art.

Beate Kapfenberger machte eine besondere Premiere schmackhaft: Die So m me r kolle k ti on 2 0 13 (www.sommerkollektion.tumblr.com). Das Kulturfestival auf dem Quelle Areal versammelt zum allerersten Mal Film, Design, Musik, Kunst, Fotografie, Handwerk, Street Art, Mode, Kulinarisches und vieles mehr im speziellen Ambiente einer Versandhalle von mehreren tausend Quadratmetern. Es bietet Livemusik auf einer riesigen Dachterrasse mit Burgblick, sowie faszinierende Einblicke in das Innere einer verlassenen Versandmaschine. Wandererstraße 80, Nürnberg. 20.–21. Juli und 25.–27. Juli Vernissage: 20. Juli, 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Dr. Johannes Sturm hielt ein Plädoyer für noch mehr engagierte Kunst in Nürnberg. Eine lebendige Kunstszene sei für eine Stadt unerlässlich und kunstvermittelndes Engagement dabei elementar. Mit seiner Galerie Sturm, einer Galerie für zeitgenössische Kunst und Malerei (www.galeriesturm.de), trage er seinen Teil zu dieser Entwicklung bei. Er wies auf die aktuelle Ausstellung in seiner Galerie hin: Peter Kalkhof, COLOUR SPACE TIME, vom 18. Juli bis zum 25. August 2013.

Undine Stier und Christine Lörincz stellten "Frisches Design" vor (www.facebook.com/frischesdesign), eine Messe für Interior-, Produkt-, Mode- und Schmuckdesign in Nürnberg. Nationale und internationale Designer präsentieren ihre aktuellen Arbeiten, die sich durch eine Frische an Idee, Umsetzung und Herstellung auszeichnen. Frisches Design findet am 14./15. September 2013 zum dritten Mal statt - allerdings nun nicht mehr Auf AEG, sondern diesmal "Auf" Quelle.

Michael Sabadi gab einen Einblick in die von ihm gegründete Galerie "Rekonquista" (www.galerie-rekonquista.de). Es geht Sabadi um die ´Rückeroberung´ von im Verschwinden begriffenen kulturellen, christlichen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Werten mit den Mitteln der Kunst und der Kommunikation, somit letztlich um politische Kunst. Von Malerei, Bildhauerei, Plastik, Grafik, Siebdruck, Installation bis hin zu den neuen elektronischen Kunstformen bietet Sabadi im Bereich der zeitgenössischen Kunst jede Kunstform an.

Thorsten Weiß warb für seinen Pro-Kondombenutzungs Kurzfilmwestern High Noon (www.facebook.com/highnoonderfilm). Der fünfminütige No-Budget-Film „High Noon“ soll auf nette Art daran erinnern, dass Kondombenutzung immer noch ein aktuelles Thema ist. Die Finanzierung verläuft schwerer als gedacht, Firmen aus der Branche verzichten auf Product Placement, da deren Geschäft ja quasi von allein läuft. Das Crowdfunding bei Startnext (www.startnext.de/high-noon) läuft demnächst aus. Thorsten bleibt aber am Ball bzw. Präservativ und nimmt es mit Humor. Schließlich hat er eine Mission zu erfüllen. Mitstreiter um die gute Sache sind herzlich willkommen.

Michael Schottenhammer von der Wirtschaftsförderung Nürnberg lud zu einer Infoveranstaltung zum Thema "Crowdfunding" ein, die bereits zwei Tage nach dem Creative Monday in der Werkstatt 141 Auf AEG (17. Juli) stattfand. Zudem verwies er nochmals auf das Nürnberger kultur- und kreativwirtschaftliche Förderprogramm "ideen.kreativ.innovativ". Kreative können für die nächste Förderphase noch bis zum 14. August Projektanträge stellen.

Sophie Linnebaum und Annekatrin Stahr stellten PIX vor, einen Kurzfilm, der zwischen dem 2. und 8. September in Nürnberg gedreht wird. PIX spielt mit der Idee eines Lebens wie im Photo-Album. Der Film verdichtet das Leben eines Menschen zu Schlüsselmomenten, die als Fotografien festgehalten sind und spielt mit der Frage nach der Wirklichkeit von Bildern. Für Regie, Buch und Produktion ist Sophie zuständig, die schon einige Kurzfilme produziert und beim Jugendfilmfestival Mittelfranken einige Preise gewonnen hat. Ihr Film "Und dann?" wurde mit dem Bayrischen Jugendfilmpreis ausgezeichnet. Annekatrin ist bei PIX zuständig für Co-Produktion, Regieassistenz und Social Media/Kommunikation. Mehr Infos zu PIX: http://pixfilm.weebly.com / https://twitter.com/PIXfilm / www.facebook.com/PIXshortfilm
Parallel zum Film sammeln Sophie und Anne Fotos für ein großes globales Fotoalbum voller Lebensmomente. Angeblich nehmen sie alles, was man ihnen schickt und posten es dann nach Kategorien sortiert in ihrem Projekt-Fotoalbum. Mehr Infos dazu: http://pixfilmde.weebly.com/2/post/2013/07/fotoalbum.html. Und das Fotoalbum selbst: http://pixfilm.weebly.com/photo-album.html

Der Kulturverein rote Bühne e.V. steht kurz vor dem finanziellen Aus, liest man in der aktuellen Presse. Da ein privater Sponsor entfällt und sich das Kleinkunst-Theater nicht selbst durch die Eintrittseinnahmen finanzieren kann, ist die Fortführung für das Jahr 2014 ungewiss. Stefanie Krügl von dem Erlebnismarktplatz PANOTI legte beim Creative Monday ein beherztes Wort für die Rote Bühne ein. Sie rief dazu auf, dort Events zu veranstalten und dem Verein damit zu Einnahmen zu verhelfen. Mehr unter: www.panoti.com/news/rotebuehne1/#.Ueeix21pD6M

Christine Lenz, Lenz Schlafprojekte (http://lenz-schlaf-projekte.de) arbeitet gerade an einem Buch über Schlafzimmer dieser Welt - aus dem Blickwinkel der Bewohnerin/ des Bewohners gesehen. Ihr Aufruf an das Auditorium: Sie ist auf der Suche nach Bildern, die authentisch sind. Die Bewohnerin, der Bewohner sollten ihr Schlafzimmer selbst aufnehmen: Mit dem eigenen Foto, Mobiltelefon, iPod usw. Der Raum hat eine eigene Ausstrahlung und diese Aura ist es, die sie einfangen und dokumentieren will.

CreativeMonday Mitveranstalterin Sabrina Weyh von Phocus Brand Contact lud zum 13. Nürnberger Designsalon ein: Am 26. Juli wird das Thema "Raum" auf vielfältige Weise und wie gewohnt auf hohem Niveau durchexerziert. "Raum verändert Mensch - Mensch verändert Raum" ist das Thema. Die Gäste können sich dazu mit hochkarätigen Referenten austauschen. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erbeten. Infos unter: www.designsalon.info

Markus Teschner warf einen Blick auf die Nürnberg WebWeek vom 21.-28. Oktober (www.nueww.de) - eine Woche voller Events u. a. zu den Themen Online Marketing, Webentwicklung, Social Media, eCommerce, SEO und Programmierung. Die WebWeek bringt alle Business Professionnels und alle, die ihre berufliche Heimat im Internet gefunden haben, im Rahmen einer großen Dachveranstaltung zusammen. Der nächste CreativeMonday ist Teil des Programms und findet am 28. Oktober im Neuen Museum statt.

Markus Teschner pitchte zudem in Vertretung für Michl Jakob, der an diesem Abend nicht kommen konnte, aber ein interessantes Projekt zu kommunizieren hat: Michl Jakob möchte das "Tassilo Theater" in Nürnberg Gostenof wieder beleben. Es hat 99 Sitzplätze und wäre ab sofort bespielbar. Schanklizenz und Konzerterlaubnis sind vorhanden, brauereifrei, 500,-- NK. Aktuell hat Michl sechs Partner gewonnen und 110.000,-- EUR Kapital beisammen. Eventuell soll noch eine Genossenschaft gegründet werden und eine Trennung von Immobilie und laufendem Betrieb stattfinden. Wer in das Projekt einsteigen möchte, kann sich gerne an Michl Jakob wenden: www.michaeljakob.de.

Nataliya möchte eine Plattform gründen, mit der sie sozial engagierte Menschen und Projekte sichtbar machen und vernetzen möchte. Dazu sucht sie noch Interessierte, die sich inhaltlich und auch bei der Umsetzung einbringen möchten. Projektmail: senlima@gmx.net

Abschließend noch ein Hinweis zur Projektbörse von mehrwertzone.net: Markus Teschner wollte sie kurz vorstellen, hat aber nach der langen Pitchrunde nicht mehr daran gedacht, deshalb sei es an dieser Stelle nachgeholt: Die Projektbörse auf mehrwertzone.net bietet für eure Projekte die Möglichkeit, diese bekannter zu machen und weitere Unterstützer zu finden - und das kostenlos. Also nutzt diese Gelegenheit! Der direkte Link: www.mehrwertzone.net/servicezone/projektboerse/

Sie möchten regelmäßig über den CreativeMonday informiert werden? Dann können Sie sich folgenden Communities anschließen:
- CreativeMonday XING Gruppe, für zukünftige Events
- Facebook

Für alle, die kein Social Network nutzen, bieten wir einen E-Mailverteiler an: CreativeMonday Newsletter

YOUNG PHOTOGRAPHERS FROM MESTRE LAND IN EUROPE:

“EX” PHOTO EXHIBIT COMING SOON IN GERMANY
EX - IL FASCINO DELL'ABBANDONO
Photo exhibition by Alessandro Scarpa and Carlo Albertini
28th of June to the 28th of July

Zentrifuge
Muggenhofer Str. 141
D-90429 Nuremberg
www.zentrifuge-nuernberg.de

The photo exhibit EX - IL FASCINO DELL'ABBANDONO by Alessandro Scarpa and Carlo Albertini will have an international showcase. It will be displayed from the 28th of June to the 28th of July in Nuremberg on the occasion of the final conference of the European project Second Chance.

The exhibition takes place in and is organised by the Zentrifuge - an experimental exhibition hall on the former industrial and now revitalised site Auf AEG, Nuremberg. The Zentrifuge is a dynamic and enabling authentic space. It is an economically ambitious cultural project, which generates hybrid and value added services. It reveals creative potential and is thus experimentally and targeted at the same time.

After receiving an enthusiastic response for their exhibit first at Candiani Cultural Center in Mestre, supported by the City of Venice, and then at the Fotografia Festival in Padua, the two young photographers are about to leave and conquer Germany. EX has been chosen as part of the artistic frame surrounding the Second Chance project (www.secondchanceproject.eu), which brings together some European cities like Venice, Krakow, Ljubljana, Leipzig and Nuremberg in a project for the revitalization of disused urban sites by means of a new creative impulse.

The society Arsenale di Venezia S.p.A., which is partner in the Second Chance project, proposed to take EX to Germany as a symbol of the attention given to the areas which are worth a second chance. Representing the unexpected beauty which emerges from the discovery of disused industrial factories and rusty urban structures, EX reflects the creative impulse which animates the participating cities in their desire to go beyond mere appearance.  

EX is more than a simple photo exhibit, it is a project in development. Alessandro and Carlo, together with a group of other young people, gave life to Project Ex with the purpose of creating an artistic and cultural community which could become a point of reference for all the photographic, graphic and editorial works dealing with environmental, social and historical subjects in the Venetian area.  

The two photographers have the dream of opening their own space to set up their project. They aim at making it an association which promotes artistic initiative through the organization of photo exhibits and workshops as well as providing a seedbed to other artists’ ideas and projects related to the philosophy of revitalisation.  




"Engineering 2050"

Eine Kooperation der Zentrifuge und des VDI/VDE (Arbeitskreis "Durchgängiges Engineering").

Ziel dieser Kooperation ist, technische, kreative und künstlerische Perspektiven stärker in Austausch zu bringen, dabei individuelle Horizonte zu überschreiten und Vorstellungen von den Möglichkeiten künftiger industrieller und gesellschaftlicher Zusammenhänge und Prozesse zu entwickeln (Stichwort "Industrie 4.0.").

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, den Workshop am 26. Juni zu besuchen, Informationen unter:
http://kulturhallenuernberg.ning.com/events/workshop-engineering-2050

Die Ergebnisse des Workshops präsentieren Zentrifuge und VDI/VDE im Rahmen eines Pressegesprächs am Do., 11 Julli, um 11 Uhr in der Zentrifuge.

---> Download Presseinformation

Programmüberblick Zentrifuge Juni 2013


Nachdem Zoy Winterstein und ZIL mit dem Glitchart Festival im Mai bereits international Wellen geschlagen haben, legen sie im Juni nochmal eins drauf: Vom 7. bis 14. Juni bespielen sie die Zentrifuge unter dem Thema "AWAY - alles wird unendlich" mit einer Video-Kunst-Ausstellung. 

Zur Vernissage am Freitag, 7. Juni, wird ab 20 Uhr ein Multimedia-Konzert in der Werkstatt 141 (neben der Zentrifuge) zu erleben sein. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, das Konzert kostet Eintritt.

 Gleich am Sonntag nach der Vernissage (9. Juni) realisiert Michel Bestmann im Rahmen der Ausstellung AWAY eine interaktive Elektro-Installation / Musikperformance - "Induktive Kopplung", ab 21:30 Uhr (mit Eintritt).


Zoy Wintersteins und ZILs künstlerische Intervention Auf AEG endet am Samstag, 15. Juni, mit einem multimedialen Feuerwerk: Bei der "Reise von Alpha bis Delta" erleben Sie in vier unterschiedlich tönenden Räumen - der Werkstatt 141, der Zentrifuge, dem Foyer und dem Treppenhaus im Bau 14 - eine akustische, assoziative, vielschichtige und bunte Reise durch vier Klang-und Videocollagen.




Anschließend verwandelt sich die Zentrifuge in einen völlig anders gestalteten Performance- und Ausstellungsraum: Am Sonntag, 16. Juni, startet TRANSFORMATION / ZWISCHENRÄUME mit einer Perfomance von Karina Shkuró und mit Fotografien von Johanna Krupp. Die Ausstellung ist geöffnet am 17., 18., 19. und 20. Juni von 17-20 Uhr.



Und noch ein Szenenwechsel: Der Workshop "Engineering 2050", bei dem die Zentrifuge mit dem Verband Deutscher Ingenieure, Arbeitskreis "Durchgängiges Engineering", kooperiert, bringt Kreative aus der Zentrifuge Community und Ingenieure zusammen, damit diese gemeinsam über die Zukunft industrieller Fertigungsprozesse nachdenken. 

Dieser kostenlose Workshop wird am Mi., 26. Juni, im World Cafe Format durchgeführt, die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich.



Erneut gleich am folgenden Tag (Do., 27. Juni) kommen internationale Gäste Auf AEG: Parallel zur Abschlusskonferenz des Projekts SECOND CHANCE, die in der Werkstatt 141 stattfindet, ermöglicht die Zentrifuge einen Preview in die Ausstellung "EX - Die Faszination des Verlassens". Ergänzend zur Konferenz informieren in der Zentrifuge die Partner des Projekts Second Chance über ihre Projekte in Krakau, Leipzig, Ljubljana und Venedig.

Die Ausstellung „EX - Die Faszination des Verlassens – Il fascino dell’abbandono" mit Fotografien von Alessandro Scarpa und Carlo Albertini, Venedig, eröffnet offiziell gemeinsam mit den beiden italienischen Fotografen am Freitag, 28. Juni, um 19 Uhr.

Am Samstag, 29. Juni, liest der Sänger, Texter und Sprecher Ryo Takeda Erfurt in der Zentrifuge. er tritt zusammen mit dem Musiker Martin Schwengner auf: "Wasil rennt davon." Ryo Takeda liest Khesrau Beroz. WortGastSpiel 19.

Ausstellung: DREIMALZEHN - TREPERDIECI

Mit Alessandra Brisotto (Lyrik) - Prospero Marco Compagno (Lyrik) - Christoph Gerling (Siebdruck).

Ort: Zentrifuge Auf AEG, Muggenhofer Str., 141, Nürnberg, www.zentrifuge-nuernberg.de

---> Link zum Ausstellungshinweis der Zentrifuge mit Fotos.

Vernissage: 3. Mai 2013 · 19.00 Uhr

Öffnungszeiten: Fr. bis So. 17.00 – 19.00 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung

Finissage: 2. Juni 2013 · 17.00 Uhr

Zur Ausstellung erscheint eine hochwertige Blattsamlung. Papier: Römerturm, Alt Meißen, 250 gr. · Schrift: Helvetica · Siebdruck: Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg; Werkstatt Rainer Michely, Nürnberg · Kassetten: Gisela Nürnberger, Nürnberg · Siebdruckfilme: 2M, Nürnberg · Offset: Druckerei Schembs, Nürnberg · Druck: 2012 / 2013 · Auflage: 20 Exemplare, jeweils nummeriert und handsigniert.

Programm zur Ausstellung: Samstag, 11. Mai, 18:30 Uhr: „Es findet gerade statt“. Alessandra Brisotto liest eigene Gedichte auf Deutsch und Italienisch. Dazu korrespondierend spielt Martin Staeffler Eiigenkompositionen auf der Gitarre. Eintritt 12 / 10 - 6 Euro.

Zu den Künstlern:


Alessandra Brisotto ist Schriftstellerin, Sprachlehrerin und Kulturschaffende. Nach dem Studium von Literatur, Sprache, Philosophie und Psychologie in Venedig zieht sie nach Frankreich und schließlich nach Deutschland. Nach vier Jahren in Köln lebt sie seit 2011 in Nürnberg. Hier hat sie „a casa - Sprache und Kultur in Entwicklung“ gegründet.

Prospero Marco Compagno, geboren am 22. Mai 1976 in Sant’ Agata di Militello, lebt in Santo Stefano di Camastra, in der Provinz Messina. Schon als Kind war er neugierig auf die Welt und suchte ständig nach seinen Ausdrucksmöglichkeiten. Nach dem Abitur entscheidet er sich, an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität von Palermo zu studieren, aber er beendet das Studium nicht. Er liest alles, was seiner Meinung nach sein inneres Wachstum fördert. Vielseitig und unkonventionell denkend, findet er Fragen in der Philosophie von Sokrates, sucht Antworten im Zen. In Santo Stefano di Camastra arbeitet er in einer Keramikwerkstatt. Und er schreibt noch, weil er nur das machen kann.

Christoph Gerling, geboren 1937 in Würzburg. Studium der Malerei, Grafik und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste München. Nach den Staatsexamen Unterricht an einigen Bayerischen Gymnasien. Von 1974 - 2002 Dozent an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Zahlreiche Ausstellungen und Kunstprojekte in Deutschland und im Ausland, regelmäßig in Italien. Lebt in Happurg und in Nürnberg.

Zentrifuge zieht aus ihren fortwährenden Engpässen Konsequenzen

Die Zentrifuge hat einige Projekte für das kreativwirtschaftliche Förderprogramm "ideen.kreativ.innovativ" der Stadt Nürnberg entwickelt. Im Vorfeld der ersten Förderphase hat sie ihre bereits eingereichten Anträge jedoch wieder zurückgezogen.

Nürnberg, 22. April 2013 - Seit bereits über vier Jahren prägt die Zentrifuge die kreativwirtschaftliche Entwicklung in Nürnberg und der Region. Als Ausstellungsort Auf AEG und Plattform für Künstler und Kreative bringt sie weltoffene, kreative Menschen zusammen und sorgt für Vernetzung, Sichtbarkeit, Professionalisierung und Austausch.

Das vom Wirtschaftsreferat Nürnberg initiierte Förderprogramm "ideen.kreativ.innovativ" will kultur- und kreativwirtschaftliche Potenziale in Nürnberg stärken. Die Zentrifuge begrüßt das sehr, versteht sie dieses letztlich auch durch ihr Drängen entstandene neue städtische Förderinstrument doch als ein wichtiges Signal für die wachsende Bedeutung kreativwirtschaftllicher Entwicklungen in Nürnberg und der Region. Die Zentrifuge hätte gerne an diesem Programm teilgenommen. Doch hat der Vorstand des gemeinnützigen Vereins entgegen seiner ursprünglichen Absicht seine Anträge wieder zurück gezogen. Bis auf weiteres kann sich die Zentrifuge schlicht wegen ihrer fortwährenden Mittelknappheit und der daraus resultierenden personellen Engpässe nicht an diesem Förderprogramm beteiligen.

"Wenn wir wie eine Firma oder eine etablierte kulturelle Einrichtung personelle Ressourcen vorhalten könnten, dann würden wir gleich mehrere Projekte in das Förderprogramm einspeisen. Wir hatten im letzten Jahr mehrfach gegenüber unseren städtischen und kreativwirtschaftlichen Ansprechpartnern deutlich gemacht, dass wir unsere Kompetenzen und Potenziale nicht auf Dauer kostenlos für die Kreativwirtschaft zur Verfügung stellen. Auch hatten wir darauf hingewiesen, dass eine Förderung der Zentrifuge bis Anfang 2013 greifen müsste, damit wir uns zuverlässig einbringen können. Diese deutlichen Hinweise wurden leider nicht ernst genommen. Da wir die Zentrifuge vorwiegend ehrenamtlich organisieren, ist es uns nicht länger möglich, unsere sowieso schon geringen Kapazitäten auf das Förderprogramm einzustellen. In den nächsten Monaten konzentrieren wir uns insbesondere auf den laufenden Betrieb der Zentrifuge, was bereits unsere ganze Kraft erfordert", erläutert der Erste Vorstand Michael Schels die Entscheidung des Vereins.

Ob die Zentrifuge zu einem späteren Zeitpunkt Anträge beim Förderprogramm einreicht, lässt Schels offen: "Wir leisten ja bereits seit langem mit dem Creative Monday und der Zentrifuge Akademie einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Kreativwirtschaft. Das Förderprogramm wird jetzt entsprechend seiner breit angelegten Konzeption viele weitere kreativwirtschaftliche Akteure in Nürnberg auf den Plan rufen. Je nachdem, wie sich die Nürnberger Kreativszene und die Zentrifuge in den nächsten Monaten entwickeln, werden wir unsere Entscheidungen treffen."

Aktuell konzentriert sich die Zentrifuge voll auf ihren laufenden Betrieb. Dazu gehören vorrangig die Ausstellungen und das Programm der Zentrifuge Akademie. Unter dem Slogan "Powered by Z" unterstützt die Zentrifuge zudem ausgewählte Kulturprojekte, z.B. die Afrika Kulturtage oder das Orchester Ventuno. Juni/Juli und September/Oktober realisiert die Zentrifuge zwei internationale Ausstellungsprojekte, für die sie noch Sponsoren sucht. Die nächste Vernissage in der Zentrifuge findet am 3. Mai statt (Ausstellung "DREIMALZEHN - TREPERDIECI", der nächste Creative Monday ist am 13. Mai in der Werkstatt 141 Auf AEG (direkt neben der Zentrifuge).

Das nebensächliche Monster und andere Realitäten

Einzelausstellung mit Maria Balibrea Melero, Alicante (Spanien)
www.mariabalibrea.es

Malerisches Projekt in der Zentrifuge, Nürnberg

9.3.-31.3.2013

Vernissage: Fr., 8.3.2013, 19 Uhr


WortGastSpiel-Lesung am 10. März um 18:30 Uhr im Rahmen der Ausstellung. 
2044 - Deine Seele Dein Blut. Die Welt nach 2012. Fantasy-Abend mit Autorin Katrin Weiland aus Berlin, alias Limara.


Die Ausstellung findet statt mit freundlicher Unterstützung durch:
- MIB Fünfte Investitionsgesellschaft mbH

- Kulturreferat der Stadt Nürnberg
- Amt für internationale Beziehungen Nürnberg
- Boesner GmbH Nürnberg
- A-TRANS
- El Caballero de la Blanca Luna
- Colección Tomás Ruiz
- TELLO ABOGADOS
- Vicente Chambó

in-side-out - Curtis & Co. – dance affairs

Die wahnsinnige Kunst des Überlebens
KÜNSTLERHAUS/FESTSAAL, Nürnberg

PREMIERE: FR., 25. JAN. 2013, 19:30 UHR
Weitere Aufführungen: SA 26. + SO 27. + MI 30. + DO 31./JAN , 19:30 UHR
Die wahnsinnige Kunst des Überlebens
Die wahnsinnige Kunst des Überlebens
_MG_7889
Die wahnsinnige Kunst des Überlebens
INSZENIERUNG/CHOREOGRAFIE Susanna Curtis / MUSIK Tatjana Maté u. a. / BÜHNE Susanna Curtis (Johanna Deffner, Anneliese Kraft) / KOSTÜME Johanna Deffner / TÄNZERINNEN/ DARSTELLERINNEN Susanna Curtis, Stefan Drücke, Paolo Fossa, Aude Lenherr / FILM Eva Kallweit / LICHT Sasa Batnozic

Depression, Nervenzusammenbruch, Borderline-Störung – salonfähig oder Tabuthema? Psychische Krankheiten und seelische Störungen scheinen heute allgegenwärtiger denn je. Das Tanztheater in-side-out erzählt die Geschichte einer Frau, deren Leben nach einem traumatischen Ereignis völlig zu entgleisen droht. Während sie nach außen versucht eine Art Alltagsnormalität aufrecht zu erhalten, bröckelt ihr Innerstes in tausend Puzzleteile.

in-side-out wurde von den eindringlichen Bildern des Romans The trick is to keep breathing der schottischen Autorin Janice Galloway inspiriert. Begleitet von den atmosphärischen Tönen Tatjana Matés Komposition, Raum Ich, sickert eine intime innere Gedanken- und Gefühlswelt nach außen. Die Grenzen von Realität und Traum, Imaginärem und Erlebtem verwischen. Alles fließt, nichts ist stabil. Das Alltagsleben wird zur Groteske.  Überleben heißt, an die Oberfläche zu gelangen und dort zu bleiben.

Zusammen mit ihrem internationalen Team hinterfragt Susanna Curtis die heutige Fähigkeit, eine Depression, eine Resignation zuzugeben. Sind wir alle gefährdet und stehen manche nur einen Schritt näher am Rande...?
Hörst du das Meer in mir, ruhelos. Oder die Stimme aus Nichts, die dein Wahnsinn war? (Sylvia Plath).

Dieses Projekt wird ermöglicht durch den bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Eine Koproduktion mit der Tafelhalle im Kunstkulturquartier.
Tickets: 13/8 € (VVK) // 16/10 € (AK)
0911 231-4000    kunstkulturquartier.de

---> Download Flyer (PDF)