Zentrifuge zieht aus ihren fortwährenden Engpässen Konsequenzen

Die Zentrifuge hat einige Projekte für das kreativwirtschaftliche Förderprogramm "ideen.kreativ.innovativ" der Stadt Nürnberg entwickelt. Im Vorfeld der ersten Förderphase hat sie ihre bereits eingereichten Anträge jedoch wieder zurückgezogen.

Nürnberg, 22. April 2013 - Seit bereits über vier Jahren prägt die Zentrifuge die kreativwirtschaftliche Entwicklung in Nürnberg und der Region. Als Ausstellungsort Auf AEG und Plattform für Künstler und Kreative bringt sie weltoffene, kreative Menschen zusammen und sorgt für Vernetzung, Sichtbarkeit, Professionalisierung und Austausch.

Das vom Wirtschaftsreferat Nürnberg initiierte Förderprogramm "ideen.kreativ.innovativ" will kultur- und kreativwirtschaftliche Potenziale in Nürnberg stärken. Die Zentrifuge begrüßt das sehr, versteht sie dieses letztlich auch durch ihr Drängen entstandene neue städtische Förderinstrument doch als ein wichtiges Signal für die wachsende Bedeutung kreativwirtschaftllicher Entwicklungen in Nürnberg und der Region. Die Zentrifuge hätte gerne an diesem Programm teilgenommen. Doch hat der Vorstand des gemeinnützigen Vereins entgegen seiner ursprünglichen Absicht seine Anträge wieder zurück gezogen. Bis auf weiteres kann sich die Zentrifuge schlicht wegen ihrer fortwährenden Mittelknappheit und der daraus resultierenden personellen Engpässe nicht an diesem Förderprogramm beteiligen.

"Wenn wir wie eine Firma oder eine etablierte kulturelle Einrichtung personelle Ressourcen vorhalten könnten, dann würden wir gleich mehrere Projekte in das Förderprogramm einspeisen. Wir hatten im letzten Jahr mehrfach gegenüber unseren städtischen und kreativwirtschaftlichen Ansprechpartnern deutlich gemacht, dass wir unsere Kompetenzen und Potenziale nicht auf Dauer kostenlos für die Kreativwirtschaft zur Verfügung stellen. Auch hatten wir darauf hingewiesen, dass eine Förderung der Zentrifuge bis Anfang 2013 greifen müsste, damit wir uns zuverlässig einbringen können. Diese deutlichen Hinweise wurden leider nicht ernst genommen. Da wir die Zentrifuge vorwiegend ehrenamtlich organisieren, ist es uns nicht länger möglich, unsere sowieso schon geringen Kapazitäten auf das Förderprogramm einzustellen. In den nächsten Monaten konzentrieren wir uns insbesondere auf den laufenden Betrieb der Zentrifuge, was bereits unsere ganze Kraft erfordert", erläutert der Erste Vorstand Michael Schels die Entscheidung des Vereins.

Ob die Zentrifuge zu einem späteren Zeitpunkt Anträge beim Förderprogramm einreicht, lässt Schels offen: "Wir leisten ja bereits seit langem mit dem Creative Monday und der Zentrifuge Akademie einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung der Kreativwirtschaft. Das Förderprogramm wird jetzt entsprechend seiner breit angelegten Konzeption viele weitere kreativwirtschaftliche Akteure in Nürnberg auf den Plan rufen. Je nachdem, wie sich die Nürnberger Kreativszene und die Zentrifuge in den nächsten Monaten entwickeln, werden wir unsere Entscheidungen treffen."

Aktuell konzentriert sich die Zentrifuge voll auf ihren laufenden Betrieb. Dazu gehören vorrangig die Ausstellungen und das Programm der Zentrifuge Akademie. Unter dem Slogan "Powered by Z" unterstützt die Zentrifuge zudem ausgewählte Kulturprojekte, z.B. die Afrika Kulturtage oder das Orchester Ventuno. Juni/Juli und September/Oktober realisiert die Zentrifuge zwei internationale Ausstellungsprojekte, für die sie noch Sponsoren sucht. Die nächste Vernissage in der Zentrifuge findet am 3. Mai statt (Ausstellung "DREIMALZEHN - TREPERDIECI", der nächste Creative Monday ist am 13. Mai in der Werkstatt 141 Auf AEG (direkt neben der Zentrifuge).