Der 13. CreativeMonday am 28.10.2013 im Neuen Museum

Ein Rückblick von Michael Schels

Der 13. CreativeMonday fand diesmal im Rahmen der Nürnberger Webweek statt und fungierte als Abschlussveranstaltung für den einwöchigen Internet-Netzwerk-Event. Im Neuen Museum versammelten sich ca. 150 Vertreter aus Bildender und Darstellender Kunst, Architektur, Design, Film, Fotografie, Medien, Werbung, Kultur, Politik, Wirtschaft und städtischer Verwaltung. Erstmals waren auch einige Schüler dabei, was die Mischung spürbar bereicherte. Mehr davon! Wegen der WebWeek waren noch mehr Social Media und Web-Spezialisten als sonst zugegen – ideale Multiplikatoren für die Kreativen.

Rainer Hertwig von Mehrwertzone.net postete tags darauf: „Der CreativeMonday gestern Abend war wieder einmal ein toller Tummelplatz für Kreative mit Gästen, die nie zuvor ... zum Beispiel war eine leibhaftige Landtagsabgeordnete vor Ort und das Theater Ansbach. Gute Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken in seinem besten Sinne.“

Nach der Begrüßung durch die Organisatoren Eva Martin (Neues Museum), Michael Schels (Zentrifuge), Markus Teschner (Creative Hotspots Nürnberg) und Sabrina Weyh (Phocus Brand Contact) folgte die obligatorische Vorstellungsrunde, bei der sich jeder Besucher kurz mit Vornamen und ein bis zwei Begriffen vorstellt. Dieses kleine Ritual gibt einen guten Überblick über das vielfältige Potenzial im Raum und dient der Orientierung für späteres Netzwerken.

Zur Einstimmung boten Júlia Cortés und Natsu Sasaki, beide Compagniemitglied des Ballets im Staatstheater Nürnberg, eine hochkarätige Tanzeinlage: Ihr Duett lief parallel, ja beinahe identisch mit einer Videoprojektion zu ihrem gemeinsam entwickelten Tanzprojekt „Kauderwelsch“. Im Tanzportal Bayern kann man dazu lesen: „Zwei sich synchron und schablonenhaft bewegende Figuren, die ihre Körper und Gesichter gleichmütig zu Posen und Fratzen verziehen und dabei so unschuldig in die Welt gucken, dass die Phantasie freien Lauf nimmt.“

Von der Darstellenden Kunst ging es nahtlos über in die Architektur: Anke Seitz und Julia Schade machten mit ihrer Präsentation Lust auf BauLust. Der engagierte Verein bringt Bewegung in die Architektur und in die Stadt. So hat der baulust e.V. u.a. dafür gesorgt, dass der Kettensteg restauriert wurde, mit „Terra N“ den Blick auf Brachflächen in der Stadt gelenkt, zur integrativen Stadtteilentwicklung beigetragen und die Auseinandersetzung über das Reichsparteitagsgelände voran getrieben.

Digital Abstract Art war das Thema der zweiten Präsentation - Michael Kammerer gab einen Einblick in die Bildwelten von www.eightvisions.net und beeindruckte mit großem Stilbewusstsein und außerordentlicher Gestaltungskraft.

Der kreative Puls der Stadt – visuelle Inszenierungen im Retail“ lautete der dritte Vortrag des Abends. Markus Xyländer und Julia Rupprecht von der Firma Barthelmess zeigten an zwei Beispielen von der Idee bis zur Umsetzung, wie das Design von Räumen am Point of Sale in Szene gesetzt werden kann.

Die anschließende Pitch-Runde gab im Zwei-Minuten-Takt einen Einblick in das aktuelle kreative Geschehen in der Stadt und bot viele Anknüpfungspunkte für Qualifizierung, Vernetzung und Engagement:

Thomas Müller vom Amt für Kultur und Freizeit (KUF) wies auf die Tagung „Einfach machen“ hin, die am 7. Dezember zum 21. Mal stattfindet, diesmal im Gemeinschaftshaus Langwasser in Nürnberg. Thema: „Mehr Partizipation wagen. Von der Kultur-Nutzung zur Kultur-Mitbestimmung “. Infos und Anmeldung unter www.kultur-einfach-machen.de

Jens Zijlstra warb für eine Kunst und Design Ausstellung: Handmade Taschen aus recyceltem Material vom Label Magazijn korrespondieren mit Treibholz-Skulpturen von Horst Siegel. Zu sehen am 7. Dezember von 14 bis 19 Uhr im Atelier deGroeger, Bogenstraße 1 in Wendelstein.

Als Vertreter der Wirtschaftsförderung Nürnberg wies Michael Schottenhammer auf das Förderprogramm ideen.kreativ.innovativ hin, das gerade in die dritte Runde geht. Abgabetermin für die nächsten Projektanträge ist der 3. Februar 2014.

Induktive Kopplung heißt eine performative Installation von Michel Bestmann. Der Wissenschaftler und Performer aus Erlangen macht daraus jetzt ein Festival, bei dem Künstler verschiedener Sparten mit seiner Installation interagieren. Vom 23. bis 30. November in der Zentrifuge.

Localcalling ist ist ein neues regionales Musikmagazin, das zweimal jährlich gedruckt erscheint. Zusätzlich zur Printausgabe natürlich ganz aktuell auch online unter www.localcalling.de. Redaktionsmitglied Jary Dittmann machte beim Pitch deutlich: Mitmacher sind herzlich willkommen. Redaktionssitz ist übrigens (schon wieder!) Wendelstein … wann macht Wendelstein seinen eigenen CreativeMonday?

Der Choreograph Sebastian Eilers warb für die aktuelle Produktion seines SETanztheaters: body.Bilder.strip ist eine Verschmelzung von Tanz und sequentieller Darstellung . Das Tanztheater-Projekt für vier Tänzer/innen bindet die Kunstform des Comics ein und setzt dadurch neue Impulse für die Bühnenkunst. Premiere ist am 6. März 2014 in der Tafelhalle Nürnberg. Das Projekt soll unter anderem über Crowdfunding finanziert werden und kann via Startnext unterstützt werden.

Nürnberg und so ist der Podcast für Nürnberg und so bzw. über die Metropolregion Nürnberg. Die Macher Daniel Bendl und Markus Wolf stellten ihre neueste Idee vor, bei der sie ihren Podcast für Audio-Kunst zur Verfügung stellen. Audio-Künstler sind somit auch auf diesem Wege aufgerufen, Beiträge für Nürnberg und so beizusteuern. Gesteigerte Aufmerksamkeit für die künstlerischen Beiträge ist garantiert.

Die aus Rom stammende und in Nürnberg lebende Screen Designerin und Illustratorin Elettra Florenzi war für ein Projekt, bei dem sie Schüler im Alter von 6 bis 11 Jahren dazu aufruft, Geschichten zu schreiben. Die schönsten Stories werden dann von ihr illustriert. Idealerweise entwickelt sich daraus ein Schulprojekt.

In Vertretung für Frank Braun stellte Markus Teschner zum Schluss noch den von bluepingu e.V. initiierten Kurzfilmwettbewerb LebensWERTraum vor. Die Filme (Spielfilm, Dokumentarfilm, Animationsfilm, Trickfilm, Experimentalfilm) sollen sich mit den Thema LebensWERTraum 2025 beschäftigen und dürfen eine Gesamtlänge von 10 Minuten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2013.

Der Abend klang mit vielen Gesprächen und Networking aus. Wir bedanken und bei allen Helfern … ganz besonders bei unseren bezaubernden „Empfangsdamen“ Manuela Werzinger und Doris Wüst und bei Mario Rau vom Neuen Museum für die Technik.

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