Barbara Kastura beim Zikaden Festival

Beteiligung der Klangkünstlerin, Performerin und Sängerin Barbara Kastura am ZIKADEN Klangkunst Festival im Kohlenhof Nürnberg:

Fr., 25. August, 20 Uhr: Kastura / Ammann: Stimme und Improvisation

So., 27. August, 20 Uhr: BRAWK

​​​BRAWK // AMMANN // BOSSERT // KASTURA // ROSCHER // WEBER
Instant Akusmatik 2.0​


Unter Verwendung der klassischen, aber nicht im traditionellen Kontext verwendeten Klangerzeuger, Saxophone/ Klarinette, Kontrabass und Stimme untersuchen die Künstler abstrahierend-improvisatorisch die Bandbreite ihrer Klangquellen und deren Vernetzung im stereophonen Raum. Die Quellen werden bis auf die Verwendung eines analogen Hallgeräts elektronisch nicht verfremdet.


Prozessuale Versuchsanordnung: Die Künstler forschen maximal intuitiv in Echtzeit in den Spannungsfeldern Nähe und Kontrast. Relevante Parameter sind vornehmlich Dynamik, Raum, Dichte, Klangschöpfung, Be- und-Entschleunigung, Stille, Zufall, Klangverschmelzung, Kon-und-Dekonstruktion von Klängen und Klangverläufen. Wesentlich ist die Fokussierung auf Klangpartikel, jedes noch so leise Geräusch, jeder Mikroklang bekommt als klangskulpturales Bauteil in diesem Zusammenspiel Bedeutung. So wird mittels einer speziellen Mikrofonierung versucht einen Klangraum zu erschaffen, als würde man sich innerhalb des Korpus des Kontrabasses, einer quergelegten Klarinette oder im Mundraum befinden.

Über die Lautsprecher soll eine Spreizung der Instrumentalräume erreicht werden. Diese holophone Übertragungstechnik ermöglicht zudem, Klänge im Raum zu platzieren, zu bewegen und mit spatialer Nähe und Tiefe zu agieren. UKO (Unbekanntes Klangobjekt) ist eine Begrifflichkeit aus der Filmmusik und beschreibt die Fokussierung auf nicht- determinierte Klänge, die keiner Quelle zugeordnet werden können und räumlich schwer zu orten sind. "Das nicht eindeutige Klangobjekt stellt eine Frage, und der Zuschauer wird versuchen das Rätsel durch Interpretation zu lösen." (Quelle: Barbara Flückiger - Sound Design 2002 Schüren Verlag).

Aus diesem Grund wird visuell unauffällig gearbeitet, damit der sich im Klangraum befindliche Hörer (der die Möglichkeit hat ein Schlafbrille zu nutzen) sich auf produktiv-assoziative Prozesse und auf reines Hören einlassen kann. Eine akusmatische Situation.